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René A. Beyer

    Der thailändisch-kambodschanische Grenzkonflikt um Preah Vihear aus völkerrechtlicher Sicht
    • Das konfliktträchtige Verhältnis zwischen Thailand und Kambodscha, geprägt von einer jahrhundertealten Geschichte, manifestiert sich im Streit um den Tempel von Preah Vihear. Diese Grenzstreitigkeit belastet die bilateralen Beziehungen seit der Unabhängigkeit Phnom Penhs 1953. Der Konflikt begann 1904 mit einem Grenzvertrag zwischen Frankreich und Siam, der die Wasserscheide des Dângrêk-Gebirges als Grenze festlegte und den Tempel in Siam verortete. Dennoch wurden Karten erstellt, die den Tempel in Französisch-Indochina auswiesen. Der Internationale Gerichtshof entschied 1962, dass diese Karten wesentlicher Bestandteil des Grenzvertrages seien und der Tempel somit kambodschanischer Souveränität unterliege. Bangkok erkannte dies an, interpretierte das Urteil jedoch so, dass es nur die nationale Zugehörigkeit des Tempels und nicht das umgebende Territorium betraf. Der Streit eskalierte 2008, als Kambodscha den Tempel als UNESCO-Weltkulturerbe nominierte. Zunächst unterstützte die thailändische Regierung dies, was jedoch zu einer innenpolitischen Krise führte, angeheizt durch Nationalisten, die um den Anspruch auf das umstrittene Land fürchteten. Die Ursachen der Eskalation liegen in der politischen Krise Thailands und der komplexen Geschichte zwischen beiden Ländern. Der Autor analysiert kritisch das Urteil des IGH von 1962 und dessen richterliche Interpretation von 2013.

      Der thailändisch-kambodschanische Grenzkonflikt um Preah Vihear aus völkerrechtlicher Sicht