Das „Russisch-Deutsche Wörterbuch“ (RDW) präsentiert den Allgemeinwortschatz der russischen Gegenwartssprache. Es enthält zahlreiche Stichwörter und Bedeutungen, die in den bisher erschienenen russisch-deutschen Allgemeinwörterbüchern nicht verzeichnet sind. Insgesamt ist es auf ca. 250.000 Lemmata in 14 Bänden ausgelegt. In das RDW werden neben Einwortbenennungen auch idiomatische Wendungen, Sprichwörter und Kollokationen aufgenommen, ebenso gebräuchliche Abkürzungen. In großem Umfang sind Fachwörter aus Bereichen vertreten, die auch für die gemeinsprachliche Kommunikation relevant sind. Als vorwiegend passives Wörterbuch für den deutschsprachigen Nutzer erfasst es die heutige standardsprachliche Lexik wie auch nichtstandardsprachliche Wortschatzbereiche, deren Kenntnis für die originalsprachige Rezeption der russischen Literatur und Publizistik vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart notwendig ist. Angegeben werden u. a. die Wortartzugehörigkeit der Stichwörter, ihr Wortakzent, morphologische Formen und Formvarianten, Aussprachebesonderheiten und -varianten sowie Gebrauchsmarkierungen, Hinweise auf die syntaktische Verbindbarkeit von Stichwörtern und auf ihre Zugehörigkeit zu bestimmten Bedeutungsgruppen (Wortbildungskategorien). Band 9 ist in Vorbereitung und erscheint Ende 2011. Die weiteren 6 Lieferungen sollen in jährlichen Abständen folgen.
Renate Belentschikow Ordine dei libri





- 2011
- 2006
Das Russische in zweisprachigen Wörterbüchern
- 391pagine
- 14 ore di lettura
Der Sammelband vereint Beiträge einer Internationalen Fachtagung, die im Mai 2005 in Magedeburg stattgefunden hat. Wissenschaftler aus 10 Ländern behandeln darin theoretische und praktische Probleme der zweisprachigen Lexikographie, die Widerspiegelung der gegenwärtigen sprachlichen Situation des Russischen in ein- und zweisprachigen Wörterbüchern sowie die Rolle zweisprachiger Wörterbücher in der interkulturellen Kommunikation und stellen aktuelle lexikographische Projekte mit verschiedenen Zielsprachen vor. 29 Beiträge sind in russischer, zwei in deutscher Sprache verfasst; allen ist ein Resümee in der jeweils anderen Sprache nachgestellt. Der Band enthält eine Auswahlbibliographie von aktuellen Wörterbüchern des Russischen.
- 1999
Neue Wege der slavistischen Wortbildungsforschung
- 358pagine
- 13 ore di lettura
Der Band enthält 30 Beiträge, die im Oktober 1997 in Magdeburg auf der 2. Tagung der Kommission für slavische Wortbildung beim Internationalen Slavistenkomitee gehalten wurden. Linguisten aus 12 Ländern behandeln an Sprachmaterial aus dem Bulgarischen, Polnischen, Russischen, Serbischen, Slovakischen, Tschechischen, Ukrainischen und Weißrussischen, aus dem Altrussischen und dem Altkirchenslavischen aktuelle Probleme der slavischen Wortbildung. Schwerpunkte sind die Ermittlung von Potenzen im Wortbildungssystem, das Verhältnis von lexikalischer und Wortbildungssemantik, Synchronie und Diachronie in der Wortbildung, die diachrone Entwicklung komplexer Einheiten des Wortbildungssystems und die Dynamik der Wortbildung slavischer Gegenwartssprachen. Die Beiträge sind überwiegend in russischer Sprache, vereinzelt auch in deutsch, englisch, polnisch, serbisch, slovakisch, ukrainisch und weißrussisch verfaßt.
- 1997
Der Sammelband ist dem 50. Todestag des russischen Philologen Grigorij O. Vinokur gewidmet. Die Autoren würdigen Vinokurs wegweisende Leistungen zur allgemeinen und russistischen Sprach- und Literaturwissenschaft und stellen eigene Forschungsergebnisse zur literarischen und linguistischen Poetik, zu literarischen Genres, zur Sprachtypologie, Wortbildungslehre und Geschichte der russischen Literatursprache vor. Die Beiträge sind in deutscher, russischer und englischer Sprache verfaßt. Der Band eröffnet die Reihe «Vergleichende Studien zu den slavischen Sprachen und Literaturen», die in Magdeburg von Renate Belentschikow und Reinhard Ibler herausgegeben wird.
- 1992
«Neue» Benennungen widerspiegeln Tendenzen in der Benennungsbildung einer Sprache bzw. Subsprache in einem bestimmten Zeitraum. In der vorliegenden Arbeit werden Neologismen und okkasionelle Benennungen nach ihrem Verhältnis zu Rede, System und Norm charakterisiert. Im Teilbereich der Personenbezeichnungen werden (am Material «neuer» Benennungen der 70er und 80er Jahre im Russischen und im Deutschen in der DDR) Benennungsverfahren und -muster und die ihnen zugrunde liegenden onomasiologischen Kategorien herausgearbeitet. Die konfrontative Untersuchung geht von einem onomasiologischen Ansatz aus und leistet einen Beitrag zur charakterologischen Beschreibung des Russischen und des Deutschen.