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Häusliche Gewalt und Stalking haben in den letzten Jahren verstärkt öffentliche Aufmerksamkeit erhalten, was sich in gewaltschutzorientierten Gesetzesänderungen wie dem Gewaltschutzgesetz und § 238 StGB niederschlägt. Die Untersuchung verfolgt die historische Entwicklung häuslicher Gewalterfahrungen von Frauen und beleuchtet kritisch die gesellschaftlichen Gegenkonzepte sowie deren Effektivität in Bezug auf die Opferorientierung. Im Zentrum steht die Frage nach einer veränderten Interventions- und Präventionspraxis angesichts der verbesserten gesetzlichen Handlungsspielräume und der Zusammenhänge zwischen häuslicher Gewalt und Stalking. Eine zentrale Fragestellung ist, ob die kriminalpolitischen Konzepte der letzten 10 bis 15 Jahre, insbesondere die Umgestaltung des Stalking-Straftatbestandes, eine adäquate Lösung für die Lebensrealität der Betroffenen bieten und ob die bestehenden Gesetzesänderungen den Unterstützungsbedarf der Opfer erfüllen. Zudem wird erörtert, was opferorientierte Kriminalpolitik bedeutet und welche Ziele sie bei spezifischen Gewaltformen wie häuslicher Gewalt und Stalking verfolgen sollte. Der Gewaltschutzdiskurs bewegt sich somit im Spannungsfeld zwischen Kernstrafrecht und Kriminalprävention, wobei auch die strafrechtsdogmatischen und kriminalpolitischen Herausforderungen der Umgestaltung des Stalking-Straftatbestandes betrachtet werden.
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Der Gewaltschutzdiskurs und Stalking im Spannungsfeld von Kernstrafrecht und Kriminalprävention, Juliane Klug
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- 2017
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