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"Oft ist das Leben ein Tod [...] und der Tod ein besseres Leben"

Selbstmord und Mord im Werk von J. M. R. Lenz (Kontext. Beiträge zur Geschichte der deutschsprachigen Literatur)

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  • 417pagine
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Die Motive Mord und Selbstmord im Werk des Sturm und Drang-Autors Jakob Michael Reinhold Lenz waren bislang – obwohl Lenz enger Bezug zu Goethes Werther bekannt war – noch nicht systematisch untersucht. Die Autorin zeigt, dass Lenz Selbstmordverständnis drei Phasen durchläuft (Frühphase bis 1768, Straßburger Jahre und Spätwerk ab 1779). In Straßburg entwickelt Lenz eine neue, durchaus ungewöhnliche Position: Die Selbstmorde seiner Figuren müssen vor dem Hintergrund von Lenz Theologie des freien Handelns gelesen werden, da die Selbstmörder dem göttlichen Postulat des Handelns folgen und nicht zufällig Christusmerkmale tragen. Gleichzeitig kann am Beispiel des Selbstmordes Lenz facettenreiches Verhältnis zum französischen Materialismus beschrieben werden. Obwohl Lenz den Materialisten um Paul Thiry d'Holbach kritisch gegenübersteht, rezipiert er Elemente von Holbachs Selbstmordverständnis aus dessen Werk System der Natur und verbindet diese mit christlichen Impulsen. Das Motiv Mord zeigt – in Kongruenz zur Giftmetapher bei Rousseau – die Brüchigkeit der gesellschaftlichen Strukturen und transportiert Kritik an einer falsch gelebten Aufklärung.

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"Oft ist das Leben ein Tod [...] und der Tod ein besseres Leben", Simone Francesca Schmidt

Lingua
Pubblicato
2010
Rilegatura
(In brossura)
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Titolo
"Oft ist das Leben ein Tod [...] und der Tod ein besseres Leben"
Sottotitolo
Selbstmord und Mord im Werk von J. M. R. Lenz (Kontext. Beiträge zur Geschichte der deutschsprachigen Literatur)
Lingua
Tedesco
Pubblicato
2010
Formato
In brossura
Pagine
417
ISBN10
3899752031
ISBN13
9783899752038
Serie
Descrizione
Die Motive Mord und Selbstmord im Werk des Sturm und Drang-Autors Jakob Michael Reinhold Lenz waren bislang – obwohl Lenz enger Bezug zu Goethes Werther bekannt war – noch nicht systematisch untersucht. Die Autorin zeigt, dass Lenz Selbstmordverständnis drei Phasen durchläuft (Frühphase bis 1768, Straßburger Jahre und Spätwerk ab 1779). In Straßburg entwickelt Lenz eine neue, durchaus ungewöhnliche Position: Die Selbstmorde seiner Figuren müssen vor dem Hintergrund von Lenz Theologie des freien Handelns gelesen werden, da die Selbstmörder dem göttlichen Postulat des Handelns folgen und nicht zufällig Christusmerkmale tragen. Gleichzeitig kann am Beispiel des Selbstmordes Lenz facettenreiches Verhältnis zum französischen Materialismus beschrieben werden. Obwohl Lenz den Materialisten um Paul Thiry d'Holbach kritisch gegenübersteht, rezipiert er Elemente von Holbachs Selbstmordverständnis aus dessen Werk System der Natur und verbindet diese mit christlichen Impulsen. Das Motiv Mord zeigt – in Kongruenz zur Giftmetapher bei Rousseau – die Brüchigkeit der gesellschaftlichen Strukturen und transportiert Kritik an einer falsch gelebten Aufklärung.