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Die Geschichte der Empfindlichkeit - 2: Das Haus der Mina in São Luiz de Maranhão

Materialien zum Studium des religiösen Verhaltens

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  • 400pagine
  • 14 ore di lettura

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Agotime, die Mutter des Königs von Dahomey, wurde um 1816 nach Amerika verkauft und erlebte viele Verkäufe, da sie traurig war und nicht mehr jung. Mit etwa 70 Jahren führte sie den Kult der königlichen Vodun in Brasilien ein. Hubert Fichte erforschte die Überreste dieses Kultes, der heute in São Luis de Maranhão von den Damen der Casa das Minas gepflegt wird. Seine Studie wurde am 1. November 1982 abgeschlossen. In den drei Bänden über afroamerikanische Religionen, ›Xango‹, ›Petersilie‹ und ›Lazarus und die Waschmaschine‹, entwickelte Fichte eine poetische Ethnographie, die er mit ›Das Haus der Mina‹ vervollständigte. Diese Ethnographie zeichnet sich durch ihre Darstellungsweise aus. Für ›Das Haus der Mina‹ verwendet Fichte fast ausschließlich Aussagen der Vodunci, die er zu einer Collage zusammenfügt und nur an wenigen Stellen durch eigene Kommentare ergänzt. So gelingt es ihm, das Haus, die Götter und die Geheimnisse dieses Kultes darzustellen und gleichzeitig die Geschichte seiner Erforschung zu erzählen. Durch die präzise sprachliche Erfassung und Übersetzung der Aussagen der Informanten meidet Fichte die Metasprache herkömmlicher Ethnographie. Seine Darstellung von Ritenruinen, Überlebensreflexen und Vergessen nimmt eine zentrale Rolle in der ›Geschichte der Empfindlichkeit‹ ein.

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Die Geschichte der Empfindlichkeit - 2: Das Haus der Mina in São Luiz de Maranhão, Hubert Fichte, Sergio Ferretti

Lingua
Pubblicato
1989
Rilegatura
(Copertina rigida),
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In buone condizioni
Prezzo
12,99 €

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Titolo
Die Geschichte der Empfindlichkeit - 2: Das Haus der Mina in São Luiz de Maranhão
Sottotitolo
Materialien zum Studium des religiösen Verhaltens
Lingua
Tedesco
Editore
S. Fischer
Pubblicato
1989
Formato
Copertina rigida
Pagine
400
ISBN10
310020719X
ISBN13
9783100207197
Serie
Descrizione
Agotime, die Mutter des Königs von Dahomey, wurde um 1816 nach Amerika verkauft und erlebte viele Verkäufe, da sie traurig war und nicht mehr jung. Mit etwa 70 Jahren führte sie den Kult der königlichen Vodun in Brasilien ein. Hubert Fichte erforschte die Überreste dieses Kultes, der heute in São Luis de Maranhão von den Damen der Casa das Minas gepflegt wird. Seine Studie wurde am 1. November 1982 abgeschlossen. In den drei Bänden über afroamerikanische Religionen, ›Xango‹, ›Petersilie‹ und ›Lazarus und die Waschmaschine‹, entwickelte Fichte eine poetische Ethnographie, die er mit ›Das Haus der Mina‹ vervollständigte. Diese Ethnographie zeichnet sich durch ihre Darstellungsweise aus. Für ›Das Haus der Mina‹ verwendet Fichte fast ausschließlich Aussagen der Vodunci, die er zu einer Collage zusammenfügt und nur an wenigen Stellen durch eigene Kommentare ergänzt. So gelingt es ihm, das Haus, die Götter und die Geheimnisse dieses Kultes darzustellen und gleichzeitig die Geschichte seiner Erforschung zu erzählen. Durch die präzise sprachliche Erfassung und Übersetzung der Aussagen der Informanten meidet Fichte die Metasprache herkömmlicher Ethnographie. Seine Darstellung von Ritenruinen, Überlebensreflexen und Vergessen nimmt eine zentrale Rolle in der ›Geschichte der Empfindlichkeit‹ ein.