Deutsche Zeitschrift für Philosophie / Sonderbände - 23: Philosophische Anthropologie als Lebenspolitik
Deutsch-jüdische und pragmatistische Moderne-Kritik
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Das Thema der Lebenspolitik ist in der reflexiven Moderne zwischen den Philosophien von Jürgen Habermas und Michel Foucault wiederentdeckt worden. Aber die Individualisierung der Risikogesellschaft legt nicht den anthropologischen Zirkel der Moderne frei, von dem die gegenwärtige Lebenspolitik inhaltlich abhängt.Dieser inhaltliche Fokus bedeutet nicht, wie viele Philosophen seit Heidegger glauben, die Auflösung der Philosophie. Sie kann mit ihren eigenen Methoden und theoretischen Ansprüchen diejenige personale Lebensform freilegen, die aus dem anthropologischen Zirkel herausführt. Speziesismen (im Naturenvergleich) und Ethnozentrismen (im Kulturenvergleich) lassen sich durch eine bestimmte Kombination aus Phänomenologie, Hermeneutik, verhaltenskritischer Dialektik und Rekonstruktion der praktischen Ermöglichungsbedingungen begründet kritisieren.Die Philosophischen Anthropologien des amerikanischen Pragmatismus, insbesondere von John Dewey, und von deutsch-jüdischen Denkern wie Hannah Arendt, Ernst Cassirer, Helmuth Plessner und Max Scheler haben solche interkulturellen und interdisziplinären Leistungen bereits im 20. Jahrhundert erbracht. Sie werden hier erstmals in eine systematische Diskussion mit einander versetzt, die der Gegenwartsphilosophie bislang fehlt.
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Deutsche Zeitschrift für Philosophie / Sonderbände - 23: Philosophische Anthropologie als Lebenspolitik, Hans-Peter Krüger
- Lingua
- Pubblicato
- 2009
- Rilegatura
- (Copertina rigida),
- Condizioni del libro
- Danneggiato
- Prezzo
- 47,73 €
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- Titolo
- Deutsche Zeitschrift für Philosophie / Sonderbände - 23: Philosophische Anthropologie als Lebenspolitik
- Sottotitolo
- Deutsch-jüdische und pragmatistische Moderne-Kritik
- Lingua
- Tedesco
- Autori
- Hans-Peter Krüger
- Editore
- Akademie-Verlag
- Pubblicato
- 2009
- Formato
- Copertina rigida
- Pagine
- 371
- ISBN10
- 3050046058
- ISBN13
- 9783050046051
- Serie
- Categoria
- Tag
- Temi psicologici, Tematica filosofica, Scienza, Evoluzione, Rivista, Etnia, Biologia evolutiva, Antropologia filosofica
- Descrizione
- Das Thema der Lebenspolitik ist in der reflexiven Moderne zwischen den Philosophien von Jürgen Habermas und Michel Foucault wiederentdeckt worden. Aber die Individualisierung der Risikogesellschaft legt nicht den anthropologischen Zirkel der Moderne frei, von dem die gegenwärtige Lebenspolitik inhaltlich abhängt.Dieser inhaltliche Fokus bedeutet nicht, wie viele Philosophen seit Heidegger glauben, die Auflösung der Philosophie. Sie kann mit ihren eigenen Methoden und theoretischen Ansprüchen diejenige personale Lebensform freilegen, die aus dem anthropologischen Zirkel herausführt. Speziesismen (im Naturenvergleich) und Ethnozentrismen (im Kulturenvergleich) lassen sich durch eine bestimmte Kombination aus Phänomenologie, Hermeneutik, verhaltenskritischer Dialektik und Rekonstruktion der praktischen Ermöglichungsbedingungen begründet kritisieren.Die Philosophischen Anthropologien des amerikanischen Pragmatismus, insbesondere von John Dewey, und von deutsch-jüdischen Denkern wie Hannah Arendt, Ernst Cassirer, Helmuth Plessner und Max Scheler haben solche interkulturellen und interdisziplinären Leistungen bereits im 20. Jahrhundert erbracht. Sie werden hier erstmals in eine systematische Diskussion mit einander versetzt, die der Gegenwartsphilosophie bislang fehlt.





