Bern schläft nie ganz. Aber in dieser Nacht hört niemand die Tür. Eine junge Frau wird tot in ihrer Wohnung gefunden. Dann gibt es ein zweites Opfer, ein drittes. Die Fälle wirken verschieden, bis Mira Aeschlimann und Markus Binggeli erkennen, dass jemand seine Opfer in eine Ordnung bringt, die nur für ihn Sinn ergibt. Während die Ermittler einem unsichtbaren Täter durch Bern folgen, erhält Sam Kramer in der Klinik Riedhöhe immer mehr Freiheit. Seine Akte ist sauber. Seine Ausgänge sind bewilligt. Seine Rückkehr ist pünktlich. Jede Institution erfüllt ihre Aufgabe. Und trotzdem erkennt niemand, wer Sam Kramer wirklich ist. Der gefährlichste Fehler steht nicht in einer einzelnen Akte. Er entsteht dazwischen. Manche Täter fliehen nicht. Manche warten, bis man ihnen die Tür öffnet.
Jan Rieder Ordine dei libri (cronologico)


Ein Mann liegt schwer verletzt an der Schanzenstrasse in Bern. Zwei Menschen finden ihn. Ihre Aussagen widersprechen sich an entscheidenden Stellen. Als der Mann stirbt, stehen Mira Aeschlimann und Markus Binggeli vor einem Tötungsdelikt – und einem Täter ohne Gesicht. Zur gleichen Zeit sitzt Sam Kramer in der forensischen Klinik Aarenfels. Höflich. Ruhig. Angepasst. Das Behandlungsteam sieht Fortschritt. Sam sieht Abläufe, Gewohnheiten und kleine Fehler. Er weiss, dass Kameras nicht alles sehen. Sie zeichnen nur auf, was man ihnen zeigt. Und Sam hat längst entschieden, was er ihnen zeigen will. «SAM – Er ist noch da» setzt die Geschichte von «Der Ausgang» fort: ein Berner Psychothriller über einen Mann, den alle unter Kontrolle glauben.