Politikertypen in Europa
- 297pagine
- 11 ore di lettura






Städte unterscheiden sich in ihrer Struktur und Anlage, in ihrem Potenzial, ihrer Geschichte und den Images, die sie hervorrufen. Obwohl die Differenzen im weltweiten Wettbewerb an Bedeutung gewinnen, wird die globale Angleichung der Städte zurzeit weitaus umfassender erforscht. Vor diesem Hintergrund verschiebt die neue Reihe die Perspektive von der Stadt auf diese Stadt. Städte werden in ihrer historisch gewachsenen und technisch-materiell fundierten Gestalt so analysiert und ins Verhältnis gesetzt, dass strukturelle Differenzen und Gemeinsamkeiten in den Blick geraten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der eigenen Logik, die der Entwicklung jeder Stadt zugrunde liegt, sowie auf dem »lokalen Wissen«, das zur Lösung von Problemen beitragen kann. Die Herausgabe der Reihe erfolgt im interdisziplinären Verbund von Stadtforschern und Stadtforscherinnen aus den Sozial- und Geisteswissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Bauwesen und Architektur.
Schenken ist eine uns allen vertraute Praxis. Schenken heißt Macht erwerben, Bindungen initiieren, Hierarchien stabilisieren, Beziehungen steuern u. v. a. m. Berking geht es um die Schenkpraktiken in unserer Gesellschaft im Kontrast zu den Schenkritualen „traditionaler“ Gesellschaften. Er zeigt, wie mit der Erfindung des »individuellen Interesses« die sozialen Fäden der Gabenmoral schließlich zerreißen. Dem Reich ökonomischen Zwanges enthoben, hat sich das Schenken einen Teil seines alten Zaubers bewahrt. Wie anders ließen sich soziale Wertschätzung und emotionale Bindungen formvollendeter artikulieren als durch jenes scheinbar unbedingte Geben und Nehmen. Insofern ist die Geschichte des Schenkens gleichzeitig auch eine Geschichte des Bedeutungswandels des moralischen Vokabulars moderner Gesellschaften.
Großstadtdarstellungen zwischen Moderne und Postmoderne
Jost Hermand, geboren 1930 in Kassel, promovierte 1955 an der Universität Marburg und ist emeritierter Professor für deutsche Kulturgeschichte an der University of Wisconsin-Madison sowie Honorarprofessor an der HU Berlin. Zu seinen bedeutenden Veröffentlichungen zählen Werke wie «Epochen deutscher Kultur von der Gründerzeit bis zum Expressionismus» (1959–75), «Literaturwissenschaft und Kunstwissenschaft» (1965), und «Die Kultur der Weimarer Republik» (1979, mit Frank Trommler). Weitere wichtige Titel sind «Sieben Arten an Deutschland zu leiden» (1979), «Der alte Traum vom neuen Reich» (1988), und «Als Pimpf in Polen» (1993). Harald Jähner, Jahrgang 1953, war bis 2015 Feuilletonchef der «Berliner Zeitung» und ist Honorarprofessor für Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin. Sein Buch «Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945–1955» (2019) wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet und war monatelang auf der «Spiegel»-Bestsellerliste. Es wurde international veröffentlicht und für den Baillie-Gifford-Preis nominiert. «The Times» lobte es als «bewegende, faszinierende Lektüre», in der Jähner meisterhaft die Geschichten der Zeitzeugen erzählt.
Nie zuvor wurde in den Wissenschaften so intensiv über Ort und Raum, über lokale Kulturen und Identitäten gestritten wie heute. Was aber bedeutet »Lokalität« in einer globalisierten Welt, in der freiwillige oder erzwungene Migration sowie die Kollision und Überlagerung kultureller Identitäten an der Tagesordnung sind? Unter dem Vorzeichen zunehmender transnationaler Vernetzung wird in diesem Band der Stellenwert des »Lokalen« untersucht und damit Wesentliches zur raumtheoretischen Fundierung der Soziologie, Ethnologie und Kulturgeographie beigesteuert. Mit Beiträgen u. a. von Ulrich Beck, Helmuth Berking, Nina Glick Schiller, Stefan Kaufmann, Martina Löw, Purnima Mankekar, Peter Marcuse, Doreen Massey, Werner Schiffauer, Nigel Thrift und John Urry.