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Erwin Reidinger

    Planung oder Zufall
    1244: Tullner Karner: Dreikönigskapelle
    • 1244: Tullner Karner: Dreikönigskapelle

      Christliches Auferstehungsprogramm Sonntag Letare – Palmsonntag – Ostersonntag

      Erwin Reidinger befasst sich erstmals mit der Orientierung und Datierung des Tullner Karners. Auf Grundlage des geodätisch erfassten Baubestandes gelingt es ihm, durch Bauanalyse und Archäoastronomie verlorenes Wissen zu erschließen. Dadurch wird ein Einblick in die mittelalterliche Gedankenwelt eröffnet, die sich im Bauwerk widerspiegelt. Entsprechend der Funktion des Gebäudes, ist die Auferstehung von den Toten das zentrale Thema des Bauprogramms. Die astronomische Datierung fügt sich lückenlos in die Regierungszeit Herzogs Friedrichs II. ein, der zwei Bauhütten mit der Ausführung beauftragt hat. Tulln ist der dritte Karner nach Hartberg (1167) und Mödling (1181), der vom Verfasser nach bauanalytischen und archäoastronomischen Kriterien veröffentlicht wurde. In allen drei Fällen ist der Ostersonntag, der Tag der Auferstehung, als Orientierungstag im Bauwerk verewigt.

      1244: Tullner Karner: Dreikönigskapelle
    • Planung oder Zufall

      Wiener Neustadt 1192. 2., mit Planbeilage erweiterte Auflage

      • 398pagine
      • 14 ore di lettura

      Erwin Reidinger geht mit den Augen eines Ingenieurs systematisch an die Fragen der mittelalterlichen Stadtplanung Wiener Neustadt heran. Um die Geometrie der Stadt zu klaren, waren umfangreiche Vermessungsarbeiten und Berechnungen notwendig, die zeigen, mit welchen Vorstellungen die mittelalterlichen, die Stadt und ihren Dom errichteten. Durch den Vergleich mit anderen Grundungsstadten wie Marchegg, Bruck an der Leitha, Retz und Zistersdorf liessen sich Regeln der mittelalterlichen Stadtplanung erkennen, die verstehen helfen, wie die Wiener Neustadt angelegt und auf den Bauplatz ubertragen wurde und von welchem Punkt aus man die Stadt damals dachte.

      Planung oder Zufall