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Argo. Anderswelt

Epischer Roman

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  • 872pagine
  • 31 ore di lettura

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Eine weite Totale über den Nullgrund. Langsam schwenkten wir das Panorama entlang. Der Fernsehturm ragte in den Himmel, und die Tour Eiffel stand schöner denn je. Wir sahen auf das vom Steinschlag dellige Dach der Charité im Norden und auf den Nachbau der versunkenen Akropolis. Das Museumsquartier am Hang darunter, mit seinem leuchtenden Quader, die KiesingerMoschee daneben und hinter ihr, in schönem Grün, der Kalemegdan-Park. Im Westen ragten die Orgelpfeifen La Villettes in langgestreckten Pilzen aus Rauch, helle Säulen, die sich gegen das europäische Dach ausdehnten, aber noch darunter schlossen. Die Sagrada Familia, im Südwesten, und dahinter die strahlenden Pfeiler des Ponte 25 de Abril. Monte Carlo schließlich und der silbern funkelnde Messepalast, dann schon wieder der Fernsehturm. Man zoomte uns auf die République, aus deren Mitte die Statue zur alten ECONOMIA, fortan Nullgrund geheißen, hinübersah. Direkt unter uns lag ein klaffender Trichter, weggeschlagene Wand, alles verwüsteter Tagebau, die grauschwarze Trümmerlagune des unreinsten Todes. Nicht einen einzigen Menschen gab dieses schuttverschlackte Meer wieder her. Das Kameraauge sank hinab, wurde unscharf und das Fernsehbild verschwamm. Ein nächster Schnitt. Pontarlier, unter rotem Himmel das weiße Regierungsgebäude über den Bergen. Daneben der Europarat, halbflaggt. In ergreifendem Piano erklang unsere Hymne. SCHNITT. Der Präsident, ganz gefasst, in schwarzem Anz

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Argo. Anderswelt, Alban Nikolai Herbst

Lingua
Pubblicato
2013
Rilegatura
(Copertina rigida)
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Titolo
Argo. Anderswelt
Sottotitolo
Epischer Roman
Lingua
Tedesco
Editore
Elfenbein
Pubblicato
2013
Formato
Copertina rigida
Pagine
872
ISBN10
3941184245
ISBN13
9783941184244
Serie
Descrizione
Eine weite Totale über den Nullgrund. Langsam schwenkten wir das Panorama entlang. Der Fernsehturm ragte in den Himmel, und die Tour Eiffel stand schöner denn je. Wir sahen auf das vom Steinschlag dellige Dach der Charité im Norden und auf den Nachbau der versunkenen Akropolis. Das Museumsquartier am Hang darunter, mit seinem leuchtenden Quader, die KiesingerMoschee daneben und hinter ihr, in schönem Grün, der Kalemegdan-Park. Im Westen ragten die Orgelpfeifen La Villettes in langgestreckten Pilzen aus Rauch, helle Säulen, die sich gegen das europäische Dach ausdehnten, aber noch darunter schlossen. Die Sagrada Familia, im Südwesten, und dahinter die strahlenden Pfeiler des Ponte 25 de Abril. Monte Carlo schließlich und der silbern funkelnde Messepalast, dann schon wieder der Fernsehturm. Man zoomte uns auf die République, aus deren Mitte die Statue zur alten ECONOMIA, fortan Nullgrund geheißen, hinübersah. Direkt unter uns lag ein klaffender Trichter, weggeschlagene Wand, alles verwüsteter Tagebau, die grauschwarze Trümmerlagune des unreinsten Todes. Nicht einen einzigen Menschen gab dieses schuttverschlackte Meer wieder her. Das Kameraauge sank hinab, wurde unscharf und das Fernsehbild verschwamm. Ein nächster Schnitt. Pontarlier, unter rotem Himmel das weiße Regierungsgebäude über den Bergen. Daneben der Europarat, halbflaggt. In ergreifendem Piano erklang unsere Hymne. SCHNITT. Der Präsident, ganz gefasst, in schwarzem Anz