New York in Catania
- 201pagine
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Alban Nikolai Herbst, pseudonimo di Alexander Michael von Ribbentrop, è un autore, critico e direttore musicale radiofonico tedesco. I suoi scritti esplorano aspetti profondi dell'esistenza umana, spesso caratterizzati da un acuto senso dello stile. Come critico, contribuisce al discorso letterario e il suo lavoro radiofonico fonde arte e comunicazione di massa. La sua prosa è apprezzata per la sua profondità intellettuale e la sua prospettiva unica.






Fantastischer Roman
Jede Pfutze Ozean heiSSt es im Vorspiel zu diesem Buch. UNd tatsachlich verwandelt ein Spaziergang die Stadt Hans Erich Deters' in eine Komposition aller anderen Stadte. DUrch die Fugen der Hauswande und aufgeplatzten Trottoirs geht es direkt in jenes fantastische Land, von dem es heiSSt: dort richte sich die Zeit nicht mehr nach unserer Erfahrung. DEnn Augenblicke seien Jahre, was aber lang anmute, sei im Fluge vorbei. DIe Anderswelt ist das Land der Lebenden und der Toten und zugleich das aller Geschopfe der Fantasie: Die Raume schweben. - Noch zwar glaubt Deters, sich flanierend so etwas nur auszudenken, da wird er in der U-Bahn von einer eigenwilligen Frau aufgefordert, sie in einem Café "Samhain" zu erwarten, das sich unschwer als das "Silberstein" des Berlin der neunziger Jahre erkennen lasst. DOrt nun sitzt er und erdichtet die Geschichte seiner computierten Anderswelt-Stadt ... Und merkt nicht, wie sich das "Silberstein" nach und nach mit deren Figuren fullt, ja, wie er selbst zur Marionette seiner Fiktionen und unversehens in die eigene Erfindung hineingestoSSen wird. "Thetis. ANderswelt" erschien erstmals 1998. DEr Roman ist der erste Teil einer Trilogie, die Alban Nikolai Herbst 2001 mit dem 'Kybernetischen Roman' "Buenos Aires. ANderswelt" fortsetzte und 2013 mit dem 'Epischen Roman' "Argo. ANderswelt" abschloss.
„… So wurde aus »Meere« ein berühmter Roman, den niemand gelesen hatte, hinter dem Skandal verschwand die Literatur …“ Jörg Sundermeier, Berliner Zeitung 14 Jahre später ist der Rechtsstreit beendet und die unzensierte Originalfassung von »Meere« erstmals wieder erhältlich. Der Roman von Alban Nikolai Herbst erzählt von der Liebe eines ungleichen Paars: vom Maler Fichte alias Julian v. Kalkreuth, dem die Nazi-Bürde seines Namens nichts anderes übrig lässt, als sich neu zu erfinden, und von Irene Adhanari, einer jungen indischstämmigen Deutschen. Ein Buch der provozierenden Grenzüberschreitungen zwischen Körpern, zwischen Kunst und Leben, Land und Meer. Eine Amour fou zwischen Berlin, Sizilien und Polen. Ein literarischer Amoklauf gegen die billigen Kompromisse, vermeintlichen Gewissheiten und bequemen Lebenslügen der Gegenwart.
Das Leben ist ein Traum? Gregor Lanmeister, einst ein erfolgreicher Geschäftsmann, ist auf einer Kreuzfahrt mit 144 Auserwählten, die das Schiff nicht mehr verlassen werden. Sie bleiben, um zu gehen, und diese Erkenntnis trifft auch ihn. Während er das Geschehen an Bord minutiös beobachtet, begegnet er einer Vielzahl eigenwilliger Persönlichkeiten: Monsieur Bayoun, sein Lehrmeister und Freund, hinterlässt ihm ein geheimnisvolles Spiel; die freche Frau Seifert und die junge Pianistin Kateryna, die er liebevoll Lastotschka nennt, sowie ein schrulliger Clochard zur See und die stolze Lady Porto. Diese Begegnungen führen ihn dazu, eine bisher unbekannte Sehnsucht zu entdecken und die Bedeutung des Sperlingsspiels zu erkennen. Über das Meer hinweg findet Lanmeister den stillen Reichtum des Lebens und erlebt immer neue, märchenhafte Momente, bis Zeit, Meer, Vergänglichkeit und Traum zu einem rätselhaften Kosmos verschmelzen. In diesem neuen Roman schlägt der Autor einen ungewöhnlichen, zärtlichen und gütigen Ton an. Geistreich und humorvoll erzählt er vom Sterben als einem letzten großen Gesang auf das Leben.
Ein Mann kehrt in seine geliebte Stadt Paris zurück und wird von Erinnerungen an eine tragisch gescheiterte Liebe zu Jezabel verfolgt. Durch surreale Stadtlandschaften und Begegnungen mit seltsamen Gestalten wird die Macht des Erinnerns spürbar, während die Vergangenheit lebendig wird und ein moderner Mythos von Paris entsteht.
Im Hotel Wolpertinger, benannt nach einem fantastischen Wesen, findet ein bedeutendes Treffen statt, das das Leben der Bewohner verändert. Während ein Biocomputer im Keller arbeitet, treffen Figuren aus der Welt der Wissenschaft und der Märchen aufeinander, um um die Herrschaft über den Globus zu kämpfen.
In Triest sucht ein Mann die verlorene Geliebte seines besten Freundes, während er Briefe an sie schreibt und Geschichten von gescheiterten Liebespaaren erfindet. Die Handlung entfaltet sich zwischen Realität und Fantasie, Naturgeistern und Transformationen, bis sie in einem Strudel der Lebensbejahung endet und in der Grotta gigante jubelt.
„Gläserne Zeit“ von Alban Nikolai Herbst führt uns durch verschiedene Welten, die Texte öffnen. Beim Verlassen einer Welt entdecken wir oft unerwartet eine ganz andere. Herbst begleitet uns auf dieser faszinierenden Reise.
Im Spätsommer 1981 treffen sich, von dem geheimnisvollen Broker Dietrich Daniello zusammengerufen, in einem alten, am Waldhang Hannoversch Mündens gelegenen Hotel namens „Wolpertinger“ Terroristen und Spitzel, Dichter und Professoren, Verkäufer und Psychologen, Lehrer und Liedsänger sowie — aufgrund einer Verwechslung — der blasse Hans Deters zu einem einwöchentlichen Stelldichein, auf welchem nichts weniger geplant werden soll als der komplette Umsturz der Gesellschaft. Ganz allmählich wird deutlich, dass es sich bei den Diskutanten durchaus nicht nur um Menschen handelt. Auch die Zeit der Handlung beginnt fragwürdig zu werden: Denn vier Jahre später reist in einem Zug ein ungenannter Herr, der diese Geschichte erfindet und nicht ahnt, dass er in Hannoversch Münden landen wird — in einem späteren Hotel „Wolpertinger“, das zu diesem Zeitpunkt noch Ruine ist. "Ein gewichtiges, vielleicht sogar bleibendes Zeugnis unseres Jahrhunderts" (Wilhelm Kühlmann, F.A.Z.)