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Sprachskepsis ist in den Werken Hugo von Hofmannsthals ein charakteristisches Phänomen kulturell 'depravierter' Epochen, in denen die Autorität des Dichters, legitimiert durch sprachgestalterische Kompetenz, in Frage gestellt wird. Hofmannsthal sieht die Überwindung dieser Skepsis nicht in magisch-mystischen Praktiken der Sprachintensivierung, die aus symbolistischen und impressionistischen Gestaltungsweisen stammen, sondern fordert eine kausale «Therapie». Diese sollte Möglichkeiten zur Antizipation und Herbeiführung einer neuen geschichtlichen Konstellation suchen, die die Ursachen der Sprachskepsis beseitigt und die Autorität des Dichters neu konstituiert. Bereits in Hofmannsthals lyrischem Frühwerk zeigt sich das Engagement für diese universalhistorische Mission. Die sprachliche Gestaltung seiner Gedichte reflektiert oft die paradoxe Situation des Dichters in einer als depraviert empfundenen Zeit, der in einer unzulänglichen Sprache für die Aufhebung dieser Bedingungen kämpft. Besonders in Hofmannsthals «Lebenslied», das in dieser Studie ausführlich neu interpretiert wird, findet diese Vorstellung ihren adäquaten poetischen Ausdruck.
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Alte und neue Sprechweisen, Jost Schneider
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- Pubblicato
- 1990
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