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Die ökologische Ökonomik zeichnet sich durch eine verstärkte Hinwendung zum kausalen Denken aus, was sich in der Analyse der Ursachen des Biodiversitätsverlusts zeigt. Diese Tendenz korrespondiert mit einem 'revival of causality', das in der Wissenschaftstheorie und -philosophie zu beobachten ist. In den letzten Jahrzehnten hat sich zudem eine kausalitätsbezogene Diskussion im Kontext neuester Systemtheorien entwickelt, die sowohl einen unbeschwerten Gebrauch der Begriffe Kausalität und Verursachung als auch eine restriktive Verwendung dieser Termini umfasst. Die Untersuchung dokumentiert relevante Aspekte beider Forschungszusammenhänge und würdigt die Qualität der Ursachenanalysen anhand wissenschaftstheoretischer Kriterien. Aus den identifizierten Defiziten werden Schlussfolgerungen gezogen, die in einen Entwurf einer kausalontologischen Rahmenkonzeption münden. Innerhalb dieser Konzeption spielt die 'Eskalationshypothese' eine zentrale Rolle. Sie betont, dass die Eskalation der Naturverletzungen ein herausragendes Merkmal der Evolution des natürlichen und gesellschaftlichen Lebens ist. Homo sapiens hat die biologische Eskalation durch technologische Fortschritte verstärkt. Eine erfolgreiche Nachhaltigkeitspolitik erfordert die Umkehr dieses Eskalationstrends und die Förderung einer Deeskalation im Umgang mit der Natur.
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Biodiversitätsvernichtung, Károly Henrich
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- Pubblicato
- 2003
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