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Ralph Marko

    Die Deutung der "Hermannsschlacht" in Heinrich von Kleists und Christian Dietrich Grabbes "Die Hermannsschlacht"
    Das Modell der "Wiedergeburt" in ausgewählten Erzähltexten der fantastischen Literatur der Frühen Moderne
    Das Modell der "Wiedergeburt" zu "neuem Leben" in Paul Bussons Die Wiedergeburt des Melchior Dronte
    • Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Medien), Veranstaltung: Die fantastische Welt im Romanwerk Gustav Meyrinks, Sprache: Deutsch, Abstract: "Die Seelenwanderung, auch als Reinkarnation oder Metempsychose bezeichnet, ist die religiöse Vorstellung vom Übergang der Seele beim Tod in eine andere Daseinsform", so lautet die Definition in zahlreichen Sachbüchern und Lexika . Der vor allem in östlichen Religionen wie dem Buddhismus und Hinduismus beheimatete Reinkarnationsglaube beinhaltet in der Regel eine lange Abfolge von Wiedergeburten, während derer sich die Seele in unterschiedlichsten menschlichen, göttlichen, tierischen oder sogar pflanzlichen Körpern wieder finden kann. Auch die deutsche Literatur hat die Seelenwanderung thematisiert. Insbesondere die theosophische These der buddhistischen Reinkarnationslehre taucht als Seelenwanderungsglaube teilweise profanisiert in der fantastischen Literatur auf . "Die Wiedergeburt des Melchior Dronte" (1921) von Paul Busson stellt einen der wenigen Texte der Frühen Moderne (1890 - 1930) dar, welcher den Gedanken an eine Wiedergeburt nicht nur postuliert, sondern ihn sogar zum Sujet des Werkes macht. Dass es Paul Busson aber nicht nur bloß um die Umfunktionalisierung jener Reinkarnationsgedanken geht, soll in dieser Hausarbeit gezeigt und bewiesen werden. Der Begriff "Leben" spielt dabei eine besonders zentrale Rolle. Diesbezüglich geht mein besonderer Dank an Frau Prof. Dr. Marianne Wünsch der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Sie hat ein Modell entwickelt, welches sich mit der Kombination der Wiedergeburt und dem "Lebensbegriff" der Welt auseinandersetzt . Dieses "Leben Tod (Wieder)Geburt Neues Leben" Modell schreibt dem Terminus "Leben" im Gegensatz zur Goethezeit anhand der "Drei-Ebenen-Struktur" eine andere Bedeutung zu. Jene knappe Darstellung des Modells der "Wiedergeburt" zu "neuem Leben" geht in einem theoretischen Teil der eigentlichen Analyse voran . Im Folgenden soll anhand der "Wiedergeburt des Melchior Dronte" in einer analytischen Abhandlung geprüft werden, inwieweit sich dieses System von dem fantstischen Roman Paul Bussons abstrahieren lässt. Darauf, dass das Modell dabei eine spezielle Funktion erfüllt, wird ebenfalls im Anschluss eingegangen. Anhand der folgenden Analyse sind Graphiken entstanden, welche im Anhang dieser Hausarbeit einzusehen sind. Diese sollen der Veranschaulichung dienen.

      Das Modell der "Wiedergeburt" zu "neuem Leben" in Paul Bussons Die Wiedergeburt des Melchior Dronte
    • Magisterarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Neuere Deutsche Literatur - und Medienwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Seelenwanderung, auch als Reinkarnation oder Metempsychose bezeichnet, ist die religiöse Vorstellung vom Übergang der Seele beim Tod in eine andere Daseinsform. Der vor allem in östlichen Religionen wie dem Buddhismus und dem Hinduismus beheimatete Reinkarnationsglaube beinhaltet in der Regel eine lange Abfolge von Metempsychosen, also Kreisläufe von Geburt, Tod und Wiedergeburt, während derer sich die Seele in unterschiedlichsten menschlichen, göttlichen, tierischen oder sogar pflanzlichen Körpern wieder finden kann. Auch fantastische Erzähltexte der Frühen Moderne (1890 1930) haben die biologische Reinkarnation thematisiert. Diese Literatur entwirft eine Welt, die im Grundsatz mit dem jeweiligen kulturellen Realitätsbegriff kompatibel ist. Jedoch tauchen hier Phänomene auf, die mit dieser festgelegten Wirklichkeit nicht vereinbar sind, weil sie zumindest eine seiner logischen, physikalischen, biologischen oder theologischen Basisannahmen verletzen, die fixieren, was das jeweilige System für mögliche oder unmögliche Welten hält. Zu diesen Erscheinungen zählt ebenfalls die Metempsychose. Aus diesen fantastischen Romanen geht ein epochenadäquates Modell hervor, in welchem die Selbstfindungsgeschichte, eine für die Epoche sehr typische Erscheinung, eng mit dem Komplex der Reinkarnation kombiniert wird. In diesem Modell der "Wiedergeburt" zu "neuem Leben" wird der Terminus "Leben" im Gegensatz zur Goethezeit (1770 1830) andersartig semantisiert. Die Idee einer Seelenwanderung, also die einer wörtlichen, physischen Wiedergeburt, war zwar in der Goethezeit vorhanden, hier stand jedoch primär der Gedanke an verschiedene Zustände innerhalb eines biologischen Lebens, Goethes so genanntes "neues Leben", im Vordergrund. Erst in der Frühen Moderne taucht das Konzept der biologischen Metempsychose häufiger und expliziter auf. Wie sich dieses epochenspezifische Modell in der fantastischen Literatur der Frühen Moderne manifestiert, wird in dieser Magisterarbeit anhand ausgewählter Erzähltexte veranschaulicht und nachgewiesen. Anhand der Interpretationen sind Graphiken entstanden, welche im Anhang der Arbeit einzusehen sind. Diese sollen der Veranschaulichung dienen. Folgende Romane liegen der Analyse zugrunde: Paul Bussons "Die Wiedergeburt des Melchior Dronte" (1921), Franz Spundas "Das Ägyptische Totenbuch" (1924) und Hermann Wiedmers "Die Verwandlungen des Walter von Tillo" (1930).

      Das Modell der "Wiedergeburt" in ausgewählten Erzähltexten der fantastischen Literatur der Frühen Moderne
    • Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1-, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Medien), Veranstaltung: Christian Grabbes Dramen im Kontext ihrer Zeit, Sprache: Deutsch, Abstract: In der "Varusschlacht" im Herbst des Jahres 9 n. Chr. erlitten die drei römischen Legionen samt Hilfstruppen unter Publius Quinctilius Varus eine vernichtende Niederlage gegen das germanische Heer unter der Führung des Cheruskerfürsten Arminius. Die Schlacht leitete das Ende der Versuche ein, auch die rechtsrheinischen Gebiete Germaniens zu einer Provinz des Römischen Reiches zu machen. Die sehr lange römische Truppenkolonne wurde auf dem Marsch von der Weser zum Rhein von den Germanen in einen Hinterhalt gelockt und in einem dreitägigen Kampfe vollständig aufgerieben. Die Römer gaben anschließend ihre rechtsrheinische Offensive auf. Dieser historische Kontext war nicht nur für Historiker und Archäologen ein Faszinosum der deutschen Geschichte. Auch zahlreiche Dichter und Autoren, wie beispielsweise Heinrich von Kleist, machten die Schlacht im Teutoburger Wald zum Sujet ihrer Werke. Mit seinem letzten Werk stellt sich auch Christian Dietrich Grabbe in die lange Reihe der Arminiusdichter. Grabbe kannte zwar die Schlachtdarstellung Kleists, dennoch entnahm er nur sehr wenig daraus. Sein Werk sollte ganz anders werden. Am 30. März 1935 schrieb er an den Schriftsteller Karl Leberecht Immermann: "Kleists Hermann schicke ich anbei mit Dank zurück. Was ich daraus benutzen konnte, habe ich mir gemerkt. Mein Armin wird aber ganz anders." Ziel dieser Hausarbeit soll sein, genau diese unterschiedliche Deutung der "Hermannsschlacht" an den gleichnamigen Werken Heinrich von Kleists und Christian Dietrich Grabbes zu illustrieren. Die Vielzahl an Sekundärliteratur bietet ein breites Spektrum an Interpretationsmöglichkeiten. Die Analyse der beiden unterschiedlichen Systeme (Germanen vs. Römer), die Deutung des deutschen Befreiers Hermann und die unterschiedliche Funktion der beiden Werke sollen den Schwerpunkt dieser Hausarbeit bilden. Anhand eines Fazits sollen abschließend die beiden Dramen miteinander verglichen werden. Dazu sind Graphiken entstanden, die im Anhang dieser Arbeit einzusehen sind. Diese sollen der Veranschaulichung dienen.

      Die Deutung der "Hermannsschlacht" in Heinrich von Kleists und Christian Dietrich Grabbes "Die Hermannsschlacht"