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Im heutigen Unterricht wird oft ein einseitiger Fokus auf die inhaltliche Interpretation literarischer Texte gelegt. Diese werden so behandelt, als ob die darin dargestellten Ereignisse real wären, und es werden moralische Schlussfolgerungen gezogen, wie etwa gegen Rassismus oder für Geschlechtergleichheit. Ästhetische Aspekte finden kaum Beachtung, was die Verbindung zur Literatur schwächt. Die zugrunde liegende Hermeneutik ermöglicht es, aus einem Text verschiedene Bedeutungen zu ziehen, was oft zu Vorurteilen führt: Kunst sei nicht selbst zu schaffen, sondern nur zu interpretieren; literarische Werke seien nicht zur Unterhaltung, sondern zur Entschlüsselung von Botschaften gedacht; Inhalt und Form seien voneinander zu trennen. Dies kann dazu führen, dass der Literaturunterricht eher als hinderlich wahrgenommen wird. Der Autor plädiert daher für einen grundlegenden Wandel: eine Trennung des Literaturunterrichts vom Fach Deutsch, die Einbeziehung anderer Kunstformen und Medien sowie die Förderung der eigenen künstlerischen Fähigkeiten der Schüler. Anstatt die „richtige Interpretation“ zu verlangen, sollten Schüler die Freiheit haben, ihre Kreativität auszuleben.
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Hört doch endlich mal auf mit dem blöden Literaturunterricht!, Thomas Lange
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- Pubblicato
- 2008
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