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"Die Arznei kommt vom Herrn, und der Apotheker bereitet sie"

Biblische Rechtfertigung der Apothekerkunst im Protestantismus

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Im Jahr 1611/12 erhält die Rats-Apotheke in Lemgo ihren beeindruckenden Standerker, der mit einem Figurenfries der zehn Ahnherren der zeitgenössischen Medizin und einem Spruchband, das die Anfangsverse aus Jesus Sirach XXXVIII in Martin Luthers Übersetzung komprimiert, geschmückt ist. Der Apotheker Wolrad Ferber und der Steinmetz Georg Crossmann schaffen damit ein bedeutendes Werk, das in einer kurzen Phase der Kumulation von Wissenschaft, Medizin, Geistes- und (protestantischer) Theologiegeschichte entsteht. Dieses Programm hat weitreichende Auswirkungen, insbesondere auf die 'volkstümliche' Ebene der Physikotheologie der Aufklärungszeit, wo die biblische Rechtfertigung der Apothekerkunst und -standes eine Rolle spielt. Zudem beeinflusst es die Volkskunst, unter anderem durch das Bildmotiv 'Christus als Apotheker', das 1619 von dem lutherischen Maler Michael Herr in Nürnberg erstmals dargestellt wurde. Der Inhalt umfasst Themen wie Physikotheologie, Pharmakotheologie, die Rolle des Apothekers und die Chymiatrie. Die Zielgruppe umfasst Interessierte an der Wissenschafts-, Medizin- und Pharmaziegeschichte sowie an der Geistes- und Kunstgeschichte der frühen Neuzeit, Apotheker, die über ihre gesellschaftliche Rolle nachdenken, und Reisende nach Lemgo.

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"Die Arznei kommt vom Herrn, und der Apotheker bereitet sie", Fritz Krafft

Lingua
Pubblicato
1999
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(In brossura)
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Titolo
"Die Arznei kommt vom Herrn, und der Apotheker bereitet sie"
Sottotitolo
Biblische Rechtfertigung der Apothekerkunst im Protestantismus
Lingua
Tedesco
Pubblicato
1999
Formato
In brossura
Pagine
145
ISBN10
3804716857
ISBN13
9783804716858
Serie
Descrizione
Im Jahr 1611/12 erhält die Rats-Apotheke in Lemgo ihren beeindruckenden Standerker, der mit einem Figurenfries der zehn Ahnherren der zeitgenössischen Medizin und einem Spruchband, das die Anfangsverse aus Jesus Sirach XXXVIII in Martin Luthers Übersetzung komprimiert, geschmückt ist. Der Apotheker Wolrad Ferber und der Steinmetz Georg Crossmann schaffen damit ein bedeutendes Werk, das in einer kurzen Phase der Kumulation von Wissenschaft, Medizin, Geistes- und (protestantischer) Theologiegeschichte entsteht. Dieses Programm hat weitreichende Auswirkungen, insbesondere auf die 'volkstümliche' Ebene der Physikotheologie der Aufklärungszeit, wo die biblische Rechtfertigung der Apothekerkunst und -standes eine Rolle spielt. Zudem beeinflusst es die Volkskunst, unter anderem durch das Bildmotiv 'Christus als Apotheker', das 1619 von dem lutherischen Maler Michael Herr in Nürnberg erstmals dargestellt wurde. Der Inhalt umfasst Themen wie Physikotheologie, Pharmakotheologie, die Rolle des Apothekers und die Chymiatrie. Die Zielgruppe umfasst Interessierte an der Wissenschafts-, Medizin- und Pharmaziegeschichte sowie an der Geistes- und Kunstgeschichte der frühen Neuzeit, Apotheker, die über ihre gesellschaftliche Rolle nachdenken, und Reisende nach Lemgo.