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- 527pagine
- 19 ore di lettura
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Friedrich Wilhelm Grafs Studien zur protestantischen Universitätstheologie der Zwischenkriegszeit haben seit den 1980er Jahren zahlreiche Kontroversen ausgelöst. Kritische Deutungen der antiliberalen Theologien von Karl Barth, Friedrich Gogarten und Hans-Joachim Iwand stießen auf Widerspruch, ebenso wie Analysen zum antidemokratischen Autoritätskult von Reinhold Seeberg. Das Buch bietet eine repräsentative Auswahl aus Grafs theologischen Studien zur Weimarer Republik und den Anfängen der nationalsozialistischen Diktatur. Am Beispiel des Kreises um Martin Rades „Die Christliche Welt“ wird die Resistenz einiger prominenter liberaler Protestanten im NS-Staat herausgearbeitet. Graf verfolgt eine konsequente Historisierung und kontextualisiert die theologischen Wissensproduktionen politisch, inspiriert von moderner Ideengeschichte und Diskursgeschichte. Besonders betont er die Fundamentalkritik der damals Jüngeren am bürgerlichen theologischen Liberalismus des Kaiserreichs, die auch eine Ablehnung des politischen Liberalismus im Umfeld Friedrich Naumanns impliziert. Die „antihistoristische Revolution“ der frühen 1920er Jahre förderte einen radikal antibürgerlichen Gestus, während die Glaubensernste Emphase und der Hunger nach Ganzheit mit einem dezisinistischen Zeitgeist verbunden waren, der die Mechanismen der Konsensbildung und den Kompromissbedarf einer parlamentarischen Demokratie kaum zuließ.
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Der heilige Zeitgeist, Friedrich Wilhelm Graf
- Lingua
- Pubblicato
- 2011
- Rilegatura
- (In brossura),
- Condizioni del libro
- Danneggiato
- Prezzo
- 65,90 €
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- Titolo
- Der heilige Zeitgeist
- Sottotitolo
- Studien zur Ideengeschichte der protestantischen Theologie in der Weimarer Republik
- Lingua
- Tedesco
- Autori
- Friedrich Wilhelm Graf
- Editore
- Mohr Siebeck
- Pubblicato
- 2011
- Formato
- In brossura
- Pagine
- 527
- ISBN10
- 3161504305
- ISBN13
- 9783161504303
- Serie
- Categoria
- Tag
- Altri libri di testo, Germania, Teologia, Letteratura specialistica, Storia tedesca, Storia della Chiesa, Storia delle religioni, Scienze umane, Studi religiosi, Teologia cristiana, Repubblica di Weimar, Teologia Evangelica
- Descrizione
- Friedrich Wilhelm Grafs Studien zur protestantischen Universitätstheologie der Zwischenkriegszeit haben seit den 1980er Jahren zahlreiche Kontroversen ausgelöst. Kritische Deutungen der antiliberalen Theologien von Karl Barth, Friedrich Gogarten und Hans-Joachim Iwand stießen auf Widerspruch, ebenso wie Analysen zum antidemokratischen Autoritätskult von Reinhold Seeberg. Das Buch bietet eine repräsentative Auswahl aus Grafs theologischen Studien zur Weimarer Republik und den Anfängen der nationalsozialistischen Diktatur. Am Beispiel des Kreises um Martin Rades „Die Christliche Welt“ wird die Resistenz einiger prominenter liberaler Protestanten im NS-Staat herausgearbeitet. Graf verfolgt eine konsequente Historisierung und kontextualisiert die theologischen Wissensproduktionen politisch, inspiriert von moderner Ideengeschichte und Diskursgeschichte. Besonders betont er die Fundamentalkritik der damals Jüngeren am bürgerlichen theologischen Liberalismus des Kaiserreichs, die auch eine Ablehnung des politischen Liberalismus im Umfeld Friedrich Naumanns impliziert. Die „antihistoristische Revolution“ der frühen 1920er Jahre förderte einen radikal antibürgerlichen Gestus, während die Glaubensernste Emphase und der Hunger nach Ganzheit mit einem dezisinistischen Zeitgeist verbunden waren, der die Mechanismen der Konsensbildung und den Kompromissbedarf einer parlamentarischen Demokratie kaum zuließ.



