Das Recht auf Sakramentenempfang ist eines der bedeutendsten Fundamentalrechte der Gläubigen, die der Codex Iuris Canonici umschreibt. Bereits lange vor den Diskussionen um Grundrechte in der Kirche prägte es lehramtliche Weisungen und kanonistische Doktrin. Die Studie zeichnet die Entwicklungsstränge dieses Rechtes vom Konzil von Trient bis zur Gegenwart nach. Hierbei wird das Recht auf Sakramentenempfang vor dem Hintergrund seiner traditio canonica neu reflektiert. Seine Umsetzungen z.B. im Recht auf den Empfang der Eucharistie (can. 912) und im Recht auf Eheabschluß (can. 1058) wie auch in der entsprechenden Verpflichtung zur Sakramentenspendung (can. 843 § 1) machen deutlich, daß can. 213 CIC/1983 zu den Fundamenten der Kirchenverfassung zu zählen ist.
Jürgen Olschewski Ordine dei libri

