Über nahezu 35 Jahre prägten die inzwischen kultigen Dieseltriebwagen der Baureihe 614 von ihren langjährigen Heimatdienststellen Nürnberg und Braunschweig aus zuverlässig den Regional- und Bezirksverkehr in ihren angestammten Einsatzgebieten. Dabei gaben sie in all ihren insgesamt vier angelegten Lackierungsvarianten auch optisch stets eine gute Figur ab. Bei der Deutschen Bahn standen die letzten Vertreter des 614er im fränkischen Raum noch bis 2010 mit einzelnen Verstärkerleistungen in den frühen Morgenstunden in Dienst. Heute verkehren lediglich die beiden als Bahndienstfahrzeuge eingereihten Triebwagen der Baureihe 719 noch in Deutschland, während eine stattliche Anzahl der Züge nach Polen und Rumänien ging und dort nach Aufarbeitung ein neues Betätigungsfeld fand. Die außergewöhnliche Kontinuität in der Beheimatung, das markante Erscheinungsbild und das stets „bemüht“ klingende Geräusch der ursprünglichen MAN-Motoren sind typische Charakteristika der in insgesamt 42 Einheiten gebauten Fahrzeuge. Dieses Baureihenbuch ist eine Reminiszenz an die soliden Dieseltriebzüge der Baureihe 614. Es schließt zehn Jahre nach deren Einsatzende mit einer Vielzahl meist unveröffentlichter Abbildungen eine wichtige Lücke innerhalb der EK-Bibliothek.
Ferdinand von Rüden Libri


Endstation Schrottplatz
- 136pagine
- 5 ore di lettura
Das bevorstehende Einsatzende einer Baureihe zählte schon immer zu den mit Interesse, aber auch mit Wehmut vernommenen Nachrichten unter den Eisenbahnfreunden. Im Bewußtsein des drohenden Abschieds war mancher der Fotografen in besonderen Maße motiviert, letzte Impressionen im Bild festzuhalten: die abgestellten Fahrzeuge auf den Abstellgleisen, auf der Fahrt zu den Zerlegeplätzen und natürlich beim Verschrotten. Hier setzt mit „Endstation Schrottplatz“ erstmals ein Bildband an, der sich ausschließlich dem Thema des endgültigen Verbleibs von Lokomotiven und Triebwagen widmet und die Phasen von der Abstellung bis zum unwiderruflichen Ende unter Greifern, Kränen und Schneidbrennern mit Kennerblick dokumentiert. Der Schwerpunkt dieses „finalen“ Blickes auf die bekannten, aber auch weniger bekannten Vertreter aller Traktionsarten von Bundes- und Reichsbahn liegt in den 30 Jahren ab 1970 bis zur Jahrtausendwende. Der aktuellen Zerlegemanie der Deutschen Bahn wird breiter Raum gewidmet. Reizvolle wie auch außergewöhnliche Motive bestimmen neben dokumentarischen Bildern und gedanklichen Impressionen diesen Band und führen den Betrachter hinter interessante, bisweilen schmuddelige und auch trostlos wirkende Kulissen.