Miral al-Tahawy è un'autrice egiziana la cui opera attinge profondamente alle sue esperienze uniche che collegano la vita tradizionale beduina con l'ambiente urbano moderno. La sua prosa si addentra nelle complessità dell'identità femminile e nella ricerca della libertà, spesso ambientata in vivide e liriche descrizioni dell'Egitto rurale e urbano. Al-Tahawy esplora le tensioni tra le aspettative culturali e le aspirazioni personali, il suo stile è caratterizzato da un'acuta intuizione psicologica e da un forte senso del luogo. La sua scrittura offre ai lettori un'avvincente esplorazione delle sfide e dei trionfi del passaggio all'età adulta in una società in transizione.
A novel of displacement and discovery from one of Egypt's most exciting new voices Brooklyn Heights, the fourth novel by award-winning Egyptian author Miral El-Tahawy, revolves around the character of Hend, an Arabic teacher and would-be writer in her late thirties, who emigrates to the United States from Cairo with her eight year old son after the painful break-up of her marriage.
Die Bilder im alten Haus am Nil sind Muhra seit ihrer Kindheit vertraut. Da ist zum Beispiel das Foto der drei Schwestern mit den bunten Schleifen im Haar. Oder ein Gemälde, von einem durchreisenden Franzosen gemalt: Beduinen sitzen um ein Feuer und sehen einer verschleierten Frau beim Tanz zu. Und von ihrem Vater gibt es Fotos mit seinem Lieblingsfalken und mit edlen Araberpferden. Jedes der Bilder birgt ein Geheimnis. Welche der drei Schwestern ist Muhras Mutter? Wer ist die tanzende Frau am Feuer? Weshalb nahm der Vater für reiche Ölscheiche an Falkenjagden teil, die nichts als eine Farce waren? Muhra will die Wahrheit wissen und sucht ihre Spuren in Erinnerungsfetzen, in den Geschichten der Alten, in versteckten Aufzeichnungen und Skizzen.
Das Mädchen Nada kommt blau angelaufen zur Welt. Die Eltern nennen es zärtlich-spöttisch »blaue Aubergine« und haben höchste Erwartungen: eine Prinzessin wird aus ihr, meint die Mutter, eine Weltraumforscherin, glaubt der Vater. Irgendwann findet sich Nada an der Uni wieder und versteht die Welt und ihren Körper nicht mehr. Sie verhüllt sich, versteckt sich unterm Kopftuch und sucht Zuflucht bei den religiösen Parolen der Islamisten. Aber auf ihre drängenden Fragen zu Liebe und Politik, Gesellschaft und Erwachsenwerden findet sie weder in der Tradition noch in der Revolte eine Antwort. »Die blaue Aubergine« erhielt in Ägypten höchstes Kritikerlob, wurde aber auch heftig diskutiert. Nicht nur die intimen Bekenntnisse, sondern auch al-Tahawis Absage an jegliche Ideologien wurden von vielen als schockierend empfunden.