Aforismi in forma di diario
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Karl Kraus si erge come una figura imponente della satira europea, spesso salutato come il primo grande satirico del continente dai tempi di Jonathan Swift. Il suo acuto ingegno e la sua lente critica si rivolsero principalmente alla stampa, allo stato della cultura tedesca e ai paesaggi politici di Germania e Austria. Attraverso il suo multiforme lavoro di scrittore, giornalista, drammaturgo e poeta, Kraus utilizzò aforismi e saggi come potenti strumenti per sezionare e criticare la società del suo tempo, lasciando un segno indelebile nel discorso letterario e giornalistico.







"Now available in English for the first time, Austrian satirist and polemicist Karl Kraus's Third Walpurgis Night was written in immediate response to the Nazi seizure of power in 1933 but withheld from publication for fear of reprisals against Jews trapped in Germany. Acclaimed when finally published by Kösel Verlag in 1952, it is a devastatingly prescient exposure, giving special attention to the regime's corruption of language as masterminded by Joseph Goebbels. Bertolt Brecht wrote to Kraus that, in his indictment of Nazism, "You have disclosed the atrocities of intonation and created an ethics of language." This masterful translation, by the prizewinning translators of Kraus's The Last Days of Mankind, aims for clarity where Kraus had good reason to be cautious and obscure"-- Provided by publisher
Conceived 'for a theatre on Mars', Kraus' apocalyptic tragedy 'The Last Days of Mankind' is the longest play ever written. A bitingly satirical commentary on the horrors of WWI, it employs a collage of modernist techniques to evoke a despairing vision of the Great War from the perspective of Kraus' hometown, Vienna.
100 years ago, the Viennese satirist Karl Kraus was among the most penetrating and prophetic writers in Europe: a relentless critic of the popular media's manipulation of reality, the dehumanizing machinery of technology and consumerism, and the jingoistic rhetoric of a fading empire. But even though his followers included Franz Kafka and Walter Benjamin, he remained something of a lonely prophet, and few people today are familiar with his work. Thankfully, Jonathan Franzen is one of them. In 'The Kraus Project', Franzen not only presents and annotates his definitive new translations of Kraus, with supplementary notes from the Kraus scholar Paul Reitter and the Austrian writer Daniel Kehlmann. In Franzen Kraus has found his match: a novelist unafraid to voice unpopular opinions strongly, a critic capable of untangling Kraus's often dense arguments.
Karl Kraus, geboren am 28. April 1874 in Gitschin, ist am 12. Juni 1936 in Wien gestorben. Das erste Buch von Karl Kraus, erschienen 1908, vereinigt die wichtigsten Arbeiten, die er zwischen 1902 und 1907 in seiner Zeitschrift Die Fackel zu Fragen der Gesetzgebung und der Rechtsprechung – zumal auf dem Feld der Sexualjustiz – veröffentlicht hat. An einer Vielzahl schlagender Beispiele werden Weltfremdheit und Lebensfeindlichkeit einer Judikatur dargetan, die mit ihrem Versuch, das vermeintliche Rechtsgut der »Sittlichkeit« zu schützen, der »Kriminalität« geradezu Vorschub leistet und überdies den Schutz wirklicher Rechtsgüter, der Gesundheit, der Willensfreiheit und der Unmündigkeit, versäumt. Leidenschaftlich nimmt sich Kraus der Opfer dieser Strafrechtspflege an: der Kranken, der Armen, der Frauen, und erhebt beredte Klage gegen ihre Verfolger: die Gesellschaft, das Gericht und die Presse. Das der Sache nach noch immer höchst aktuelle Buch stellt zugleich die erste Probe dar einer polemischen und satirischen Meisterschaft, die sich schon hier des erhellenden Witzes und des enthüllenden Zitats souverän zu bedienen weiß.
Sborník příspěvků z mezinárodního sympozia přibližuje vztah význačného rakouského spisovatele Karla Krause k Sidonii Nádherné i českému prostředí.
Eine gemeinsame Veröffentlichung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Wüstenrot Stiftung An seinem Grab versammelte sich vor 90 Jahren das Wien des Fin de Si?e: Egon Friedell, Arnold Schönberg, Adolf Loos, Karl Kraus und hunderte andere Freunde und Bewunderer nahmen Abschied von Peter Altenberg (1859-1919). In diesem tragischen Genie hatte die Wiener Kaffeehausszene ihren Chronisten gefunden: Altenberg hielt fest, was der Tag ihm zutrug - in Prosaskizzen mit Blitzlichtwirkung, Texten, die gegen Ende seines von Alkohol- und Drogenkonsum beschädigten Boh?lebens in Gedankensplitter zerfielen, denen das Wort kaum mehr nachkam. Peter Altenbergs Werk ist heute nur noch in wenigen schmalen Auswahlausgaben greifbar. Mit dieser Edition erscheint zu seinem 150. Geburtstag am 9. März die umfangreichste Werkausgabe, die es je gab: Anhand von Arbeitsexemplaren ist hier die dreibändige Auswahl rekonstruiert, die ursprünglich Altenbergs Freund und Bewunderer Karl Kraus geplant hatte
Karl Kraus, geboren am 28. April 1874 im böhmischen Gitschin, ist am 12. Juni 1936 in Wien gestorben. Die Fackel der Jahre um 1933 nimmt mit beinahe allen Artikeln, die der vorliegende Band zusammenstellt, Bezug auf Hitlers ›Machtergreifung‹ – indem sie zunächst die Voraussetzungen und dann die Folgen dieser Katastrophe dokumentiert und diskutiert. Ein zentrales Thema bildet hier wie dort die Politik der Sozialdemokratie beider Republiken. Ebenso unnachsichtig faßt Karl Kraus den Zustand einer Kultur ins Auge, die, von der Presse beherrscht und zur Kulturindustrie heruntergekommen, dem Einbruch der Barbarei nichts entgegenzusetzen hat. Zu den Schriften dieser Jahre gehören allerlei Meisterwerke der Polemik wie der Satire und einige von Kraus’ vollkommensten Werken überhaupt – wie der Briefwechsel mit der »Literarischen Welt « und die Rede am Grab von Adolf Loos. Das Hauptstück des Bandes, ein Buch im Buch, bildet der Anfang 1934 abgefaßte Brief Warum die Fackel nicht erscheint , in dem auf mehr als 150 Seiten der Entschluß begründet wird, die Dritte Walpurgisnacht von 1933, Kraus’ Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, unveröffentlicht zu lassen.
Shakespeares rätselhafte, kraftvolle Sonette sind als lyrisches Vermächtnis den berühmten Dramen des Dichters ebenbürtig. Sie sprechen von Liebe und Tod, Schönheit und Vergänglichkeit. Ihre unvergleichliche Sprachmelodie und die betörenden Bilder machen Shakespeares Sonette zu Meisterwerken der Weltliteratur. Die Sonette 1-126 wenden sich an einen mysteriösen jungen Mann, dessen Identität niemals geklärt werden konnte, die Sonette 127-152 an eine «dark lady», die zwar nicht schön ist, deren erotischer Anziehungskraft sich der Dichter jedoch nicht entziehen kann. Inständig beschwören die Sonette die Freundschaft, die allein der Vergänglichkeit alles Irdischen Beständigkeit entgegenzusetzen vermag. Diese Ausgabe enthält die 154 Sonette der Ausgabe von 1609 im englischen Original und in der einfühlsamen, lyrischen deutschen Übersetzung von Hanno Helbling.
Mit der Einsicht, daß »Gewalt kein Objekt der Polemik, Irrsinn kein Gegenstand der Satire« sei, hat Karl Kraus sein Schweigen im Anblick des Grauens begründet, das mit Hitlers ›Machtergreifung‹ ins Leben getreten ist. Der Versuch, über dieses »Versagen« Rechenschaft zu geben, sollte im Herbst 1933 auf vierhundert Seiten der Fackel erscheinen; aber weil die Schrift unversehens doch zu einer Abrechnung mit dem Nazi-Regime geraten war, deren Publikation Menschenleben hätte gefährden können, ist sie unveröffentlicht geblieben. Heute erscheint die entsetzte Diagnose, die Kraus mit der Dritten Walpurgisnacht dem ›Dritten Reich‹ gestellt hat, wie eine Prognose von Stalingrad und Auschwitz – und kann darum auch für eine triftigen Beweis der Möglichkeite gelten, daß Weltkrieg und Holocaust schon den Vorgängen abzulesen waren, die sich in der Schrift aus den ersten Monaten des Regimes angeführt und aufgeschlüsselt finden. Die Neuausgabe des von Karl Kraus im Herbst 1933 aufgegebenen Werks bietet dessen Text in einer gegenüber der Erstausgabe von 1952 neu konstituierten und im einzelnen vielfach korrigierten Gestalt und gibt im Anhang allerlei Hilfen zum genaueren Verständnis dieser (nach den Letzten Tagen der Menschheit ) umfangreichsten und gewichtigsten Schrift von Karl Kraus.
Sidonie Nádherná žije v povědomí české i evropské kulturní veřejnosti jako přítelkyně básníka Rainera M. Rilka a "nevěsta před Bohem" Karla Krause, pro kterého se její zámek ve Vrchotových Janovicích stal druhým domovem a oázou klidu v rozbouřeném světě. Alena Wagnerová ji ve své knize představuje jako neobyčejně zajímavou osobnost, jejíž život hluboce poznamenaly všechny proměny a pohromy, které ve dvacátém století postihly střední Evropu - od rozpadu Rakousko-Uherska přes nacistictickou okupaci, kdy se Vrchotovy Janovice staly součástí cvičiště jednotek SS, až po odchod do exilu po komunistickém převratu v roce 1948 do Anglie, kde Sidonie Nádherná v roce 1950 umírá.
Novou řadu edice České divadlo ESEJE, KRITIKY, ANALÝZY zahajuje kniha Karla Krause Divadlo ve službách dramatu. Divadelní dramaturg, překladatel a esejista uspořádal spolu s editorkou tematicky utříděný výběr ze svých textů publikovaných i nepublikovaných, jež vznikaly během šesti desetiletí jeho práce. Krausovy úvahy, analýzy a interpretace svědčí o důslednosti, s níž od mládí zkoumá výsadní možnosti divadla, především schopnost uskutečnit drama jako před očima diváka se dějící lidský příběh, který je "pradávným objevem, jak artikulovat nejniternejší zkušenost lidí, jak ji jednáním a řečí postav zprůhlednit, zpřístupni našemu porozumění a objevit v ní smysl.
Třetí Valpuržina noc se řízením osudu stala jakousi nedobrovolnou Krausovou závětí. – Spisovatel už nějaký čas vnitřně zápasil s nejspíš jen neochotně připouštěnou možností, že jeho povýtce morální pojetí veřejné existence, tedy především politiky, se ocitá vzhledem k evropské situaci (fašismus, nacismus, další autoritářské režimy) v čím dál větší defenzivě. Děs z bezvýznamnosti je možná poněkud přehnané konstatování, tíseň z nerovnosti možností, nástrojů, zbraní ovšem přítomná v jeho úvahách dojista byla (závod satiry s látkou). Protože se Kraus z kolbiště řekněme politického stále více stahoval a autorskou pozornost upíral spíše na otázky umění, kultury, jazyka. "Zánik světa vinou černé magie" byl otištěn v Krausově časopise Pochodeň v roce 1922 a je ještě - z pochopitelných časových důvodů - téměř naprostou ozvěnou první světové války a zejména politických kuriozit a tanců rakouského monarchického establishmentu, daleko více však rezonancí toho, jaký obraz o tehdejším c. a k. světě, tedy o všech těch kuriozitách a tancích, podávala média, ona "černá magie".
Ich möchte die denkenden Männer und Frauen der alliierten Länder bewegen, sich zu verbinden, um eine Lebensauffassung zu fördern, die den Krieg unmöglich macht. Nach diesem schrecklichen Blutopfer sollten wir nicht mehr unter einer Flut von dummen Gedichten und Geschichten leiden, die den Krieg verherrlichen. Unsere Kinder sollten nicht mehr mit Büchern aufgezogen werden, die ihre natürliche Neigung zum Töten verstärken. Ich betone, dass seit der Entstehung der Presse die Neigung zur Kriegsführung durch Schriftsteller erheblich gesteigert wurde. Wenn dies so weitergeht, müssen wir jeden Traum von dauerhaftem Frieden aufgeben. Wenn sich die Schriftsteller aller Länder, unterstützt von Malern und Musikern, nach dem Krieg nicht selbst zurücknehmen, wird die nächste Generation mit einem Hunger nach Krieg aufwachsen.
Die Zerstörung der Natur und das Mitleiden des Satirikers
Einer der bewegendsten deutschen Briefe und seine Folgen. Am 23. Mai 1920 findet Karl Kraus in der Wiener »Arbeiter-Zeitung« einen Brief Rosa Luxemburgs aus dem Breslauer Frauengefängnis. Sie beschreibt, wie sie durch die Gitter ihres Zellenfensters beobachtet, dass rumänische Büffel als Zugtiere von Soldaten bis aufs Blut geschlagen und gequält werden. Wenig später druckt er den Brief in der »Fackel« ab. Als eine anonyme Briefschreiberin gegen die »larmoyante Beschreibung« dieses Briefes an Sonitschka Liebknecht protestiert, antwortet Karl Kraus mit einer vehementen Polemik, die Walter Benjamin 1931 ein »Bekenntnis« nennt, »an dem alles erstaunlich« sei; auch »daß man diese stärkste bürgerliche Prosa des Nachkriegs in einem verschollenen Heft der »Fackel« zu suchen habe«. Der »Büffelbrief« und seine Weiterungen werden hier mit einem Nachwort von Friedrich Pfäfflin mitgeteilt – bis hin zu dem Echo, das Rosa Luxemburgs Brief in den späten sechziger Jahren in zwei Gedichten von Paul Celan findet.
Ein Männerpaar reist um die Welt
Pilgern in Japan, Gay Ski Weeks in Kanada, Zip-Lining durch die Baumkronen des tropischen Regenwaldes in Costa Rica, eine Zugsafari durch den Süden Afrikas, Städtetrips zu Pride Parades, Disneyland in Florida – die beiden sympathischen Reiseblogger Karl und Daan haben zusammen bereits mehr als 50 Länder auf fünf Kontinenten erkundet. Als »Couple of Men« erzählen sie von den Sonnen- und Schattenseiten ihrer bisherigen Erlebnisse unterwegs und gewähren spannende Einblicke in ihr gemeinsames Leben und die LGBTQ+-Communities auf der ganzen Welt. Ein persönlicher und sehr berührender Bericht und ein Appell für ein offeneres und respektvolleres Miteinander – nicht nur auf Reisen.
Karl Kraus, geboren am 28. April 1874 im böhmischen Gitschin, ist am 12. Juni 1936 in Wien gestorben.Nach dem Ende des Weltkriegs und der Auflösung der Donaumonarchie hat Karl Kraus sich mit einer Vielzahl von Schriften (deren wichtigste dieser Band versammelt) um die Sicherung der Republik bemüht - gegen ihre Feinde von links wie rechts und vor allem gegen den mächtigsten Widersacher jeder wirklichen Erneuerung: die Tagespresse gleich welcher Couleur. Diesem Engagement sind nicht bloß einige der bedeutendsten Streitschriften der "Fackel" (und mit Aufsätzen wie "Brot und Lüge" der Literatur des Jahrhunderts) zu verdanken; es zeichnen sich in diesen Artikeln deutlich auch schon jene Tendenzen ab, denen zu Beginn der dreißiger Jahre die österreichische wie die deutsche Republik erlegen sind.Außer den im engeren Sinn politischen Schriften der Jahre 1919 bis 1924 (einschließlich der "Antwort an Rosa Luxemburg von einer Unsentimentalen", nach Walter Benjamins Wort "die stärkste bürgerliche Prosa des Nachkriegs") umfaßt die Auswahl mit "Wenn ich Gerhart Hauptmann wäre" und "Vom großen Welttheaterschwindel" auch die sachlich wie sprachlich gewichtigsten literatur- und theaterkritischen Schriften aus dieser Zeit und mit "Bekessys Sendung" den fulminanten "Auftakt" zu der - schließlich erfolgreichen - Kampagne gegen den Enthüllungs- und Erpressungsjournalismus der "Stunde".
Die Neuausgabe der lange vergriffenen Briefe von Karl Kraus an Sidonie Nádherny bietet neue Dokumente, die Sidonie Nádhernys Stimme klarer hervorheben, sowie zahlreiche unbekannte Abbildungen. Der vierzigjährige Kraus, Herausgeber der satirischen Zeitschrift „Die Fackel“, trifft am 8. September 1913 im Wiener Café Imperial die schöne Baronesse Sidonie. Dieses Zusammentreffen verändert ihr Leben grundlegend. Kraus erwägt, seine Zeitschrift für sie aufzugeben, während Sidonie sich der Verpflichtung gegenüber ihrer Familie bewusst ist, eine standesgemäße Heirat einzugehen. Die „Liebestodesangst“, die Kraus empfindet, übersteigt seine Lebenszeit. Der „Neue Karl Kraus“, den Elias Canetti vor dreißig Jahren in einem Essay feierte, war für viele Leser eine Entdeckung und eine Einladung, sich mit dem Autor der „Fackel“ und „Letzten Tage der Menschheit“ auseinanderzusetzen. Diese Ausgabe enthält 1065 Briefe, Karten und Telegramme von Kraus sowie über 40 faksimilierte Briefbeilagen und erstmals 40 Mitteilungen von Sidonie. Ein Großteil ihrer Briefe ist verloren, doch ein Essay von 1934 und Auszüge aus ihren unveröffentlichten Tagebüchern geben Einblicke in ihr Leben. Der zweite Band umfasst neu gefundene Abbildungen und einen ausführlichen Anmerkungsteil zur umfangreichen Literatur.
Ausg. im Insel-Verl., Frankfurt am Main u.d.T.: Kraus, Karl: Die Sprache. - Ausg. im Insel-Verl., Frankfurt am Main als Insel-Bücherei ; Bd. 688 Karl Kraus. Ausw. u. Nachw. von Heinrich Fischer
Karl Kraus, geboren am 28. April 1874 in Gitschin, ist am 12. Juni 1936 in Wien gestorben. In dem Buch Literatur und Lüge hat Kraus die wichtigsten seiner literaturkritischen Arbeiten aus der Fackel der Vorkriegszeit in revidierter Fassung zusammengestellt. Mit wenigen Ausnahmen – wie der Rede über Wedekinds Büchse der Pandora – handelt es sich um sartirische und polemische Schriften: gerichtet gegen den Literaturbetrieb und allzu betriebsame Literaten der Zeit. Von den Streitschriften, die dieses Buch enthält, zählt vor allem Der Fall Kerr zu den Musterstücken der Gattung: unter den eher scherzhaft abgefaßten Artikeln haben jedenfalls die Übersetzungen aus Harden und die Razzia auf Literarhistoriker klassische Geltung erlangt. Aber auch der Sache nach dürften die Prinzipien und die Argumente, mit denen Kraus den »elenden Skribenten« seiner Zeit begegnet ist, ihre Triftigkeit auch gegenüber den Erscheinungen unserer Tage mit Leichtigkeit bewähren können.
Karl Kraus war ein Meister der Ironie, ein Medienkritiker aber auch ein Idealist. Sein großes Thema ist die Schein-Moral, die er in großen Essays wie Sittlichkeit und Kriminalität ihrer moralischen Minderwertigkeit überführte. Nichts war ihm verächtlicher als „Journalisten“, nichts unerträglicher als die Verflechtung von Meinung und persönlichem Vorteil, nichts schaler als eine „Pressefreiheit“ für Meinungen, die keiner Freiheit bedürfen.„Als die Zeit Hand an sich legte, war er diese Hand.“ Bert Brecht über Karl Kraus
Gedichte an Sidonie Nadherny
Gleich zu Beginn seines Vorwortes zum »Karl-Kraus-Lesebuch« spricht Hans Wollschläger vom »Wahnsinn des Unternehmens, ein so riesiges Lebenswerk auf nur ein Prozent zu reduzieren«. In der Tat sind die Selbstzweifel ob der Grundberechtigung einer solchen Auswahl nachvollziehbar – angesichts des gigantischen Werkes, das Karl Kraus mit der Zeitschrift »Die Fackel« schuf, anfangs mit wenigen Mitarbeitern, später als alleiniger Autor eines Werkes, das weit mehr als 30.000 Seiten umfaßt, angesichts eines Dutzends von Buchveröffentlichungen; angesichts der Fülle von Übersetzungen und Bearbeitungen. Hans Wollschläger versucht mit seiner Auswahl einen Weg durch die Entwicklung der »Fackel« abzustecken, nicht thematisch, sondern chronologisch in drei Abschnitte untergliedert: Texte aus den Jahren 1899–1913; 1914–1919; und 1920–1933. So treten Glossen und Gedichte, Essays und Aphorismen in der gleichen Verschränkung auf, in der sie für die »Fackel« entstanden. Im Blick auf die »Aktualität« der Texte, die geradezu erst mit dem Erlöschen ihrer Stoffkenntnis für Kraus »aktuell« zu werden begannen, wünscht sich der Herausgeber, daß der Leser die damit verbundene Schwierigkeit begreifend überwinden möge. »Er möge, der Leser, an diesem Lesebuch aus Karl Kraus lesen lernen überhaupt.«
Život malomocných v koloniích malomocných ve dvacátých létech dvacátého století, jejich život s nevyléčitelnou chorobou
Karl Kraus, geboren am 28, April 1874 in Gitschin, ist am 12. Juni 1936 in Wien gestorben. Der zweite Essayband von Karl Kraus, erstmals erschienen 1910, enthält außer einer der schneidendsten Polemiken, die die deutsche Literatur aufzuweisen hat: Maximilian Harden. Eine Erledigung, die wichtigsten Satiren kulturkritischen Charakters aus der Fackel der Jahre 1907 bis 1910. Strafend oder scherzend macht jeder dieser Aufsätze einer typischen Erscheinung der europäischen Kultur jener – und leider auch unserer – Zeit den Prozeß: von der christlichen Sexualmoral über den fortschrittsgewissen Optimismus bis zum Verdummungswerk der Kulturindustrie. In kaum einem anderen Buch von Karl Kraus hat sich die Phantasie des Satirikers so weit von den Anlässen seines Mißvergnügens gelöst wie in dieser Sammlung – mit Meisterstücken wie Das Ehrenkreuz , Das Erdbeben , Die Welt der Plakate und vor allem Die chinesische Mauer , dem Titelaufsatz und Schlußstück des Bandes, der Kraus’ künstlerischen Ruhm eigentlich begründet hat.
Mit ungemeinem Spürsinn deckt Kraus in diesen Aufsätzen und Glossen den Sinn grammatischer und poetischer »Normen und Formen« auf – vom Unterschied der Relativpronomina »der« und »welcher« bis hin zu den Bedingungen eines mehr als bloß »richtigen« Reimgebrauchs.
Bühnenfassung des Autors
Das einem Marstheater zugedachte Drama, mit dem Karl Kraus Wesen und Wirklichkeit des Ersten Weltkriegs einzufangen suchte, bildet ungeachtet seines Umfangs, der jedes Theatermaß sprengt, die bündigste Darstellung dieser ersten Katastrophe der europäischen Kultur im 20. Jahrhundert. Im Rückblick sind aber auch die Bedingungen der Möglichkeit des zweiten Weltkriegs zu erkennen.
Sprüche und Widersprüche
Kraus war ein Meister der »kleinen« Form – des Essais, der Glosse, kurzer Kommentare, witziger Randbemerkungen. In seinen zahlreichen Aphorismen - die besten davon wurden für diesen Band ausgewählt - erreicht die Sprachgewalt des Karl Kraus ihren brillantesten Ausdruck.
Set in the fictional town of Socartes, the novel explores the themes of love and beauty through the relationship between Marianela, a young orphan, and the blind Pablo, who is enchanted by her singing. Their pure love faces challenges when Pablo's father hires a doctor to restore his son's sight, jeopardizing their bond. As societal ideals of beauty come into play, the story questions the true essence of love. This classic work by Benito Pérez Galdós has been adapted for various media, showcasing its enduring relevance.
Band 12
Es gibt wohl kaum ein Problem, das Kraus nicht im Witz eines Aphorismus aufgelöst hätte ― auch für uns heute.
Vor der Walpurgisnacht
Nr. 321 bis 397 1911 bis 1914
„Ausgewählte Gedichte“ von Karl Kraus präsentiert eine Sammlung poetischer Reflexionen über Liebe und das Warten auf Lust. Diese Neuausgabe, herausgegeben von Karl-Maria Guth, berücksichtigt die neue deutsche Rechtschreibung. Kraus, ein einflussreicher Publizist und Gründer der Zeitschrift „Die Fackel“, starb 1936.
Ein Bild und tausend Worte verschmelzen in diesem Werk von Fotograf Helmut Fischer und Autor Klaus Karl-Kraus. Gemeinsam erkunden sie die Seele des fränkischen Menschen und schaffen ein eindrucksvolles Zusammenspiel, das den dialektkundigen Leser anspricht.
Historie touhy
Jacques Offenbach: Madame l'Archiduc. Jacques Offenbach: Perichole. Jacques Offenbach: Vert-Vert.
Das einem Marstheater zugedachte Drama, mit dem Karl Kraus Wesen und Wirklichkeit des Ersten Weltkriegs einzufangen suchte, bildet ungeachtet seines Umfangs, der jedes Theatermaß sprengt, die bündigste Darstellung dieser ersten Katastrophe der europäischen Kultur im 20. Jahrhundert. Im Rückblick sind aber auch die Bedingungen der Möglichkeit des zweiten Weltkriegs zu erkennen.
Każde słowo w „Die Fackel” pochodziło od niego, a na jej stronach odbywał się sąd, w którym był zarówno oskarżycielem, jak i sędzią. Nie było obrońców, bo był tak sprawiedliwy, że nie oskarżyłby nikogo, kto na to nie zasługiwał. Kiedy odczytywał fragmenty z Ostatnich dni ludzkości, sala nieruchomiała, a każdy wstrzymywał oddech. Jego geniusz sprawiał, że teatr wydawał się nudny w porównaniu z nim. Karl Kraus, austriacki publicysta, dramaturg i satyryk, był autorem wielu utworów odnoszących się do bieżących wydarzeń politycznych, takich jak Zburzona literatura czy Moralność i przestępczość. W okresie międzywojennym był zarówno znienawidzony, jak i ceniony, uznawany za wyrocznię w kwestiach moralnych i etycznych. Jego krytyka dotyczyła wielu sfer życia, w tym I wojny światowej, polityki oraz korupcji w C.K. państwie. Stworzył termin Jurnaille, określający pospolite dziennikarstwo, a jego bezlitosna krytyka europejskiej cywilizacji wywoływała oburzenie, ale także przyciągała rzesze czytelników pragnących zmian w kulturze i polityce. Przełożył Sonety Szekspira i napisał dramat o dojściu Hitlera do władzy, Trzecia noc Walpurgii, publikowany dopiero w 1952 r. Kraus był trzykrotnie nominowany do Nagrody Nobla.
Der Eros der Logik – Aufsätze aus „Die Fackel“ über den Gebrauch von Sprache