This notable book, recognized by The Washington Post, delves into compelling themes and intricate character development. It offers a unique perspective on its subject matter, inviting readers to explore complex relationships and societal issues. The narrative is enriched with vivid imagery and thought-provoking insights, making it a significant addition to contemporary literature. Engaging and well-crafted, it promises to resonate with a diverse audience and provoke meaningful discussions.
Hubert Wolf Libri







Tief unten in den Kellern der Kirchengeschichte, verborgen selbst für die meisten Historiker, liegen jahrhundertealte Traditionen begraben, von denen die Kirche heute nichts mehr wissen will. Hubert Wolf steigt mit archäologischem Spürsinn hinab in diese Krypta. Er entdeckt dort Frauen mit bischöflicher Vollmacht, Laien, die Sünden vergeben, eine Kirche der Armen - und andere Traditionen, die heute wieder aktuell werden könnten. Die katholische Kirche setzt auf die lange und unabänderliche Tradition ihrer heute gültigen Einrichtungen und Regeln. Grundlegende Reformen gelten als Sakrileg. Höchste Zeit für einen frischen Blick auf die Geschichte: Päpste waren einmal in Gremien eingebunden, die sie kontrollierten, Frauen konnten Sünden vergeben, Laien hatten etwas zu sagen, Bischöfe wurden gewählt. Die katholische Kirche war lange ein breiter Strom mit vielen Nebenarmen - den der römische Zentralismus im 19. Jahrhundert kanalisierte. Dazu wurden Traditionen erfunden, an die bis heute selbst Historiker glauben. Hubert Wolf enthüllt an zehn Beispielen Vergessenes und Verdrängtes - und gewinnt daraus Reformideen für die Kirche von morgen.
Der Unfehlbare
Pius IX. und die Erfindung des Katholizismus im 19. Jahrhundert
- 432pagine
- 16 ore di lettura
Zölibat
16 Thesen
Der Zölibat verpflichtet katholische Priester zur Ehelosigkeit. Trotz sexuellem Missbrauch durch Priester wird er bis heute als ein Grundpfeiler der Kirche verteidigt. Hubert Wolf zeigt dagegen, dass der Zölibat gar nicht so alt ist und es heute bereits verheiratete Priester gibt. Er hinterfragt die diversen Begründungen und findet gute Gründe dafür, den Zölibat endlich abzuschaffen. Sein kirchenhistorisch profunder, glasklar argumentierender Weckruf sollte auch im Vatikan gehört werden.Die Ehelosigkeit der Priester wurde mit ihrer kultischen Reinheit begründet. Sie diente dem Schutz der Kirche vor Erbansprüchen legitimer Söhne und später zur Abgrenzung von den Protestanten. Noch von Johannes Paul II. wurde der Zölibat mit Verweis auf Jesus spirituell verklärt. Doch gehäufte Missbrauchsfälle lassen fragen, ob die priesterliche Ehelosigkeit immer heilsam ist. Hubert Wolf stellt die umstrittene Einrichtung rigoros auf den kirchenhistorischen Prüfstand. Er erklärt, wie es zum Zölibat kam, warum die alten Argumente nicht mehr ziehen und welche guten Gründe es heute dagegen gibt: Ausnahmen vom Zölibat haben sich bewährt, der Priestermangel könnte behoben und die Gefahr des Missbrauchs eingedämmt werden. In einem gibt Hubert Wolf den Fürsprechern des Zölibats allerdings recht: Mit seinem Wegfall könnte das klerikale System mit seiner Geringschätzung von «Laien» und Frauen insgesamt zur Disposition stehen. Und das wäre auch gut so.
Církevní historik Hubert Wolf přistupuje k problematice celibátu z historického hlediska a vychází z toho, že Nový zákon se pro celibát nijak nevyslovuje; proto postoj církve od raného středověku prochází četnými proměnami: od akceptování manželského svazku přes omezení sexuálního styku manželů v souvislosti s přijímáním svátosti a přes přijetí skutečnosti, že východní křesťanské církve kněžím sňatek povolují, až k definitivnímu utužení celibátu, jež spadá do 19. století, resp. na přelom 19. a 20. století. Vedle církevně-ekonomických důvodů – nejsou-li potomci, nemá kdo dědit – nachází Wolf další zdroje celibátu jednak v židovských předpisech týkajících se čistoty, jednak v pozdní antice, zejména u stoiků (asketický ideál) a u gnostiků s jejich dualismem hmoty a ducha. Tento asketický ideál však podle něj není s postavou Ježíše vůbec v souladu. Vedle řady historických aspektů si autor všímá i aktuálních problémů souvisejících s celibátem, jako je nedostatek kněží a enormní množství případů sexuálního zneužívání. Autor se snaží o seriózní a vyvážený přístup, ale zároveň nezastírá vlastní postoj k celé problematice, který charakterizuje název poslední kapitoly: „Starý systém dospěl ke konci“.
Alles sprach dagegen, dass aus dem kleinen Giovanni Maria Mastai Ferretti (1792 - 1878) etwas wird. Hubert Wolf schildert den erstaunlichen Weg des kränkelnden jungen Adligen zum mächtigsten und am längsten amtierenden Papst der Geschichte (1846 - 1878), der den Katholizismus neu erfand. Das fesselnd geschriebene Buch ist eine kalte Dusche für alle, die im Papst den Repräsentanten uralter Traditionen sehen. Nach der Französischen Revolution lag das prächtige, aber krumm gewachsene Gebäude des Katholizismus in Trümmern und musste neu errichtet werden. Doch in welchem Stil? Während die einen stritten, bauten die anderen. Wolf beschreibt, wie der Katholizismus im Namen erfundener Traditionen ganz auf Rom ausgerichtet wurde. Mit Pius IX. wurde 1846 der richtige Papst für dieses Programm gewählt. In seinem Machtbewusstsein verkündete er das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis Mariens, schottete die Kirche mit dem «Syllabus errorum» von Demokratie und Moderne ab und ließ sich auf dem Ersten Vatikanischen Konzil für unfehlbar erklären. Traditionalistischen Kritikern entgegnete er kühn: «La tradizione sono io». Als der Kirchenstaat verloren ging, steigerte sich die weltweite Verehrung des «Gefangenen im Vatikan». Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie seitdem alles mit dem Papst steht – und mit ihm fällt.
Index
Der Vatikan und die verbotenen Bücher
Der Vatikan und die verbotenen Bücher Das Christentum ist eine Buchreligion - und doch oder gerade deshalb verbrennt es Bücher: die Heilige Schrift genauso wie medizinische, juristische, naturwissenschaftliche, belletristische, klassische, theologische und philosophische Literatur. Das Medium Buch ist so gefährlich, dass sich die kirchliche Autorität lange nur mit Bücherverboten zu helfen wusste. Im Vatikan lagert dazu eine Fülle von höchst aufschlussreichem Material: ein einmaliges Archiv neuheitlicher Wissenskultur mit negativem Vorzeichen. Hubert Wolf bietet einen Überblick über Entstehung, Geschichte und Arbeitsweise der Indexkongregation und beschreibt, wie Bücher in ihr Visier gerieten, wer die Zensoren waren, die die „gefährlichen“ Bücher lasen, und welche Folgen eine Verurteilung hatte. Nicht zuletzt erzählt er von überraschenden Prozessen und Urteilen, etwa gegen den „Knigge“ und „Onkel Toms Hütte“, gegen Leopold von Rankes Papstgeschichte oder Werke von Heinrich Heine und Karl May. Die höchst anschaulich erzählten Beispielfälle vermitteln einen lebendigen Eindruck von der Arbeit der Zensoren, die die freigeistigen, erotischen, kirchenfeindlichen oder umstürzlerischen Bücher lesen mussten, die für andere tabu waren.
Die geheimen Archive des Vatikan. und was sie über die Kirche verraten
- 240pagine
- 9 ore di lettura
In seinem fesselnden Buch untersucht Hubert Wolf die Vatikanarchive, die über 1.000 Jahre Geschichte bewahren. Er beleuchtet Skandale, die Rolle von Frauen in der Kirche und die Haltung des Papstes zum Holocaust. Mit neuen Erkenntnissen und überraschenden Funden führt er durch die Geheimnisse dieser Archive.
Papst & Teufel. die Archive des Vatikan und das Dritte Reich
- 360pagine
- 13 ore di lettura
Stellvertreter Christi: Die Besetzung dieses einzigartigen Postens ist geheimnisumwittert. Hubert Wolf erzählt, was hinter den verschlossenen Toren des Vatikan geschieht. Er erläutert, wie die Regeln und Rituale entstanden sind, und macht deutlich, welche Traditionsbrüche, gerade auch in jüngster Zeit, sich hinter der Fassade der uralten heiligen Handlung verbergen. Keine andere Wahl wird weltweit von so großer Anteilnahme begleitet wie die Wahl des Papstes. Doch die Zuschauer sehen immer nur die Außenseite: den Einzug der Kardinäle ins Konklave, den Schornstein der Sixtinischen Kapelle, aus dem schwarzer oder endlich weißer Rauch aufsteigt, die Präsentation des Gewählten mit den Worten „Habemus papam“. Dieses Buch erklärt, was wirklich passiert: wie die Wahl im Detail abläuft, von welchem Moment an der Gewählte Papst ist, warum das Konklave erfunden wurde und wie die Kardinäle zu den einzigen Wählern und schließlich auch zu den einzig Wählbaren wurden. Zur Sprache kommt auch der Papstrücktritt, der zur Regel werden und die Aura des Amtes beschädigen könnte. Besonderes Augenmerk gilt den Neuregelungen Johannes Pauls II., durch die die Wahl noch sakraler, noch weniger weltlich und noch geheimer geworden ist. Am Ende seines höchst anschaulich erzählten Buches zeigt Hubert Wolf, wie eine zeitgemäße Wahl ablaufen könnte, die zugleich den Ursprüngen des 2000 Jahre alten Amtes gerecht wird.



