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Albert M. Debrunner

    Literaturführer Thurgau
    Das güldene schwäbische Alter
    Ernst Stadler
    • Ernst Stadler

      Ein zu kurzes Leben

      Ernst Stadler (1883-1914) verkörperte ein geistiges Europa, das seiner Zeit weit voraus war. Schon früh fühlte er sich zur französischen Literatur hingezogen und dachte republikanisch. Nach Studienjahren in München und Straßburg ging er nach England, um in Oxford an seiner Habilitation über Wielands Shakespeare-Übersetzungen zu arbeiten. Anschließend wurde er Dozent an der Universität Brüssel, wo er deutsche Philologie lehrte und französische Literatur übersetzte. Sein lyrisches Schaffen schloss sich dem international gesinnten Kreis um die expressionistische Zeitschrift 'Aktion' an. Nach den Schüssen von Sarajevo erlebte er die Fatalität des alten Europa am eigenen Leib: Als Offizier musste er bereits am ersten Mobilisierungstag einrücken und fiel nach drei Monaten in der Schlacht um Ypern. Von seinem kurzen Leben bleibt ein schmales lyrisches Werk, das zum Kernbestand des frühen Expressionismus zählt. Nach den symbolistischen Anfängen seines ersten Gedichtbandes 'Präludien' (1904) schlug er neue Wege ein. Mit frei-rhythmischen Langzeilen und der Vitalität seiner Bilder sprengte er das Korsett des gebundenen Verses, ohne dem klischeehaften 'Oh Mensch'-Pathos zu verfallen. In seinem Band 'Aufbruch' (1914) steht die Ahnung einer nahen Apokalypse neben glühender Daseinshoffnung. Albert M. Debrunner füllt mit Stadlers Biographie eine große Lücke der Literaturgeschichtsschreibung und entwirft das Panorama einer ganzen Epoche.

      Ernst Stadler2022
    • Literaturführer Thurgau

      • 188pagine
      • 7 ore di lettura

      Kunsthistorisch Interessierte haben den Thurgau schon lange für sich entdeckt. Dass der Kanton auch Literaturfreunden viel zu bieten hat, ist hingegen noch viel zu wenig bekannt. Bodman und Brechbühl, Goethe und Glauser, Hölderlin und Hohl, Mörike und Meienberg und viele andere mehr haben die literarische Landschaft Thurgau geprägt. Der Literaturführer Thurgau will auf die Orte aufmerksam machen, wo Schriftstellerinnen und Schriftsteller zur Welt gekommen und gestorben sind, wo sie gelebt und gearbeitet haben, wo sie ihre Ferien verbracht oder Zuflucht vor Verfolgung gefunden haben, wo sie zu Gast oder zu Hause gewesen sind. Wo immer man seine literarische Reise durch den Thurgau beginnt, ergeben sich vielfältige Bezüge zur schweizerischen und euro-päischen Kulturgeschichte. Jeder Ort, und sei er noch so klein, ist ein Tor zur Welt. Der Literaturführer Thurgau regt dazu an, selber auf literarische Spurensuche zu gehen. Neben den vorgestellten Hauptrouten „Am Untersee“, „Am Bodensee“, „Im Tal der Thur“ und „Der Murg entlang“ bieten auch Nebenrouten zahlreiche Entdeckungen.

      Literaturführer Thurgau2008