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Das Potosí-Prinzip

Wie können wir das Lied des Herrn im fremden Land singen? - Koloniale Bildproduktion in der globalen Ökonomie

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  • 302pagine
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Im 16. Jahrhundert war die Minenstadt Potosí in Bolivien die reichste Stadt der Welt, größer und prächtiger als London oder Paris. Das dort in Zwangsarbeit geförderte Silber trug entscheidend zur Entwicklung des europäischen Kapitalismus bei. Diese kapitalistisch-ökonomische Entwicklung führte zur Massenproduktion großformatiger Gemälde in großen Werkstätten im Vizekönigreich des Rio de la Plata, von denen 12 nun erstmals in Europa gezeigt werden. Die Werke des „andinen Barocks“ belegen, dass kulturelle Hegemonie keine symbolische Größe ist, sondern eine Gewalt. Zwölf Künstler wurden eingeladen, sich mit ihren Arbeiten auf die barocken Bilder zu beziehen. Ziel dieses Dialogs ist es, die Zusammenhänge zwischen der Funktion der Kolonialmalerei und der heutigen Rolle des Kunstsystems aufzuzeigen, das die neuen Eliten der Globalisierung legitimiert. Potosí, dessen Glanz den von London oder Paris übertraf, war entscheidend für die Entwicklung des frühen europäischen Kapitalismus. Die Dynamik dieses wirtschaftlichen Kolonialismus führte zur massenhaften Produktion von Bildern, die nicht nur in Spanien, sondern auch im Vizekönigreich selbst entstanden. Die zeitgenössischen Künstler reagieren auf diese barocken Gemälde und schaffen eigene Werke, um die Verbindungen zwischen kolonialer und moderner Kunst zu verdeutlichen.

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Das Potosí-Prinzip, Alice Greischer, Max Jorge Hinderer, Andreas Siekmann

Lingua
Pubblicato
2010
Rilegatura
(Copertina rigida),
Condizioni del libro
Danneggiato
Prezzo
137,59 €

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Titolo
Das Potosí-Prinzip
Sottotitolo
Wie können wir das Lied des Herrn im fremden Land singen? - Koloniale Bildproduktion in der globalen Ökonomie
Editore
König
Pubblicato
2010
Formato
Copertina rigida
Pagine
302
ISBN10
3865608973
ISBN13
9783865608970
Serie
Descrizione
Im 16. Jahrhundert war die Minenstadt Potosí in Bolivien die reichste Stadt der Welt, größer und prächtiger als London oder Paris. Das dort in Zwangsarbeit geförderte Silber trug entscheidend zur Entwicklung des europäischen Kapitalismus bei. Diese kapitalistisch-ökonomische Entwicklung führte zur Massenproduktion großformatiger Gemälde in großen Werkstätten im Vizekönigreich des Rio de la Plata, von denen 12 nun erstmals in Europa gezeigt werden. Die Werke des „andinen Barocks“ belegen, dass kulturelle Hegemonie keine symbolische Größe ist, sondern eine Gewalt. Zwölf Künstler wurden eingeladen, sich mit ihren Arbeiten auf die barocken Bilder zu beziehen. Ziel dieses Dialogs ist es, die Zusammenhänge zwischen der Funktion der Kolonialmalerei und der heutigen Rolle des Kunstsystems aufzuzeigen, das die neuen Eliten der Globalisierung legitimiert. Potosí, dessen Glanz den von London oder Paris übertraf, war entscheidend für die Entwicklung des frühen europäischen Kapitalismus. Die Dynamik dieses wirtschaftlichen Kolonialismus führte zur massenhaften Produktion von Bildern, die nicht nur in Spanien, sondern auch im Vizekönigreich selbst entstanden. Die zeitgenössischen Künstler reagieren auf diese barocken Gemälde und schaffen eigene Werke, um die Verbindungen zwischen kolonialer und moderner Kunst zu verdeutlichen.