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Leopold von Ranke entwickelte im 19. Jahrhundert eine analytische Methode, die von Historikern übernommen wurde. Johann Gustav Droysen und andere versuchten, mit der Historik eine eigene Deutungsmethode zu etablieren, die sich von naturwissenschaftlichen Ansätzen abgrenzte. Nach 1945 blühte unter amerikanischem Einfluss eine theoretische Geschichtsforschung auf, die historische Gesetze und Theorien formulieren wollte. Seit den 1980er Jahren propagierte Alexander Demandt die Was wäre gewesen, wenn?-Geschichtsschreibung, die ich als Konjunktivismus bezeichne. Trotz spekulativer Ansätze vermitteln deren Vertreter den Eindruck, neue Erkenntnisse über menschliches Handeln in der Vergangenheit zu gewinnen. Dieses Buch kritisiert solche phantastischen Geschichtsinterpretationen mit logischen und erkenntnistheoretischen Argumenten, da sie sich von einer realistischen Basis entfernen und im erkenntnistheoretischen Elend enden. Das Hauptanliegen ist die systematische Darstellung einer historischen Methodologie, die auf der erkenntnistheoretischen Grundlage moderner Naturwissenschaften basiert. Dadurch wird die Geschichtswissenschaft auf ein neues methodologisches Fundament gestellt, das Historikern ermöglicht, gehaltvollere und wahrere Interpretationen mit höherem wissenschaftlichen Status zu erarbeiten. Anhand zahlreicher historischer Beispiele von der griechischen Antike bis zur Gegenwart werden vermeidbare Schwächen und erkenntnisthe
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Das Elend des Konjunktivismus, Hubert Kiesewetter
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- 2019
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