Der Grosswesir der Nacht
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Über zehn aufeinanderfolgende Abende erzählt der sterbende Ahmed die Geschichte des Lebens seines alten Meisters. Die Erzählung ist so kraftvoll und die Wirkung auf seine Zuhörer so groß, dass Ahmed als der Großwesir der Nacht bezeichnet wird. Im islamischen Reich im Jahr 785 n. Chr. entfaltet sich eine Geschichte von Macht, Krieg, Liebe und Religion. Sie beginnt mit dem Araber Harun al-Raschid, der Kalif des Reiches wird. Harun verliebt sich bald in einen Perser, Ja'far, ist jedoch am Boden zerstört, als er erfährt, dass die Liebe unerwidert ist. Ja'far ist in die Schwester des Kalifen, Abassa, verliebt. Harun erlaubt dem Paar zu heiraten, verbietet jedoch die Vollziehung der Ehe. Sein Befehl wird missachtet und Abassa bringt bald Zwillinge zur Welt. Sie haben ihren absoluten Herrscher verraten und werden die Konsequenzen tragen. Catherine Hermary-Vieille untersucht die Einschränkungen des Lebens am islamischen Hof sowie die traditionellen Riten von Ehe und Religion. Mit den Kämpfen von Mann und Frau, die die Seiten durchziehen, ist Der Großwesir der Nacht ein tiefgründiger Kommentar zur menschlichen Existenz.




















