Das Buch bietet einen praxisnahen Einstieg in die Sportethik und beleuchtet zentrale Merkmale eines werteorientierten Sports. Es behandelt ethische Grundsätze sowie Herausforderungen wie Doping, Korruption, Tierwohl und Gewalt und bietet Lösungsansätze.
Die zunehmende Globalisierung verbunden mit Krisen, die alle betreffen, wie Pandemien, Klimaanderung und kriegerische Auseinandersetzungen, stellt eine wertorientierte Wirtschaftsethik vor grosse Herausforderungen. Dazu kommt das gewaltige Gefalle zwischen armen und reichen Menschen weltweit. Nicht mehr nur, wie der Jenaer Unternehmer Ernst Abbe annahm, wird die organisatorische Kraft des einzelnen Staates benotigt, sondern der Weltgemeinschaft, um lebensdienliche globale Regelungen zu etablieren. Daruber hinaus vermittelt das Buch, wie Unternehmen und Fuhrungskrafte unter den heutigen Bedingungen achtsam und wertorientiert handeln und fuhren konnen.
Korruption in Unternehmen wirksam zu bekämpfen, wird durch neue gesetzliche Regelungen und gesellschaftliche Forderungen immer relevanter. Die Frage nach geeigneten Maßnahmen zur internen Korruptionsprävention rückt in den Fokus der Unternehmenspraxis und wirtschaftsethischen Forschung. Es gibt zahlreiche Präventionsempfehlungen in der wissenschaftlichen Literatur sowie in Veröffentlichungen nationaler und internationaler Organisationen. Jedoch mangelt es diesen Empfehlungen oft an einer systematischen Begründung, was ihre Eignung aus praktischer und ordnungsethischer Sicht schwer einschätzbar macht. Die ordnungsethische Tradition bietet ein leistungsfähiges Analyseinstrument, das bislang jedoch kaum auf die Prävention von Unternehmenskorruption angewendet wurde. Das vorliegende Werk schließt diese Lücke, indem es zunächst klärt, was unter Korruption verstanden wird und wie diese bewertet werden kann. Anschließend werden zentrale aktuelle Empfehlungen für eine systematische interne Korruptionsprävention vorgestellt und mithilfe eines erweiterten ordnungsethischen Modells bewertet. Die Einbeziehung neuer verhaltensökonomischer Erkenntnisse liefert wichtige Impulse für die Gestaltung effektiver Präventionsmaßnahmen innerhalb von Unternehmen.
R. Albrecht: Vorwort – K.-M. Kodalle: Prävention. Gedanken über Wege und Irrwege. Ansprache zur Eröffnung der Konferenz – N. Knoepffler: Das Recht auf Gesundheit nach dem Verständnis der Weltgesundheitsorganisation - einige Kritische Anmerkungen – C. Lenk: Was ist Gesundheit? Medizinphilosophische Überlegungen zum Verständnis von Gesundheit als Gleichgewichtszustand – H. Gabriel: Physiologische und sportmedizinische Grundlagen der Gesundheitsförderung in der Gesundheitssprechstunde – H. Kraußlach: (Un)gesunde Arbeit? Ein ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) – P. Scharff: Gesund führen – W. H. Eberbach: „Enteignung“ der Gesundheit durch verbindliche medizinische Vorgaben – U. Berger: Jena - Gesundheitsregion von morgen. „Vorteiljena“ als innovativer Weg in der Gesundheitsförderung – M. Sandbothe: Wozu „gesundes Lehren und Lernen“? – R. Albrecht: Achtsamkeitstraining, Gesundheitsförderung und Prävention
Dr. Reyk Albrecht ist wissenschaftlicher Geschäftsführer des Ethikzentrums der Universität Jena. Prof. Dr. Nikolaus Knoepffler ist Leiter des Ethikzentrums der Universität Jena. Prof. Dr. Klaus-Michael Kodalle; Prof. em. für Praktische Philosophie, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.
Die Frage, inwieweit ein Staat oder Einzelne anderen vorschreiben dürfen, wie sie zu handeln haben, ist seit Platon ein zentrales Thema der Ethik. Vor diesem Hintergrund untersucht Reyk Albrecht, welche Eingriffe in den freien Wettbewerb im Falle von bewusstem Doping im Wettkampfsport in einer pluralistischen Gesellschaft gerechtfertigt werden können. Er kombiniert klassische ethische Überlegungen mit Spieltheorie, um präzise und differenzierte Antworten zu finden. Albrecht stützt sich auf aktuelle empirische Befunde zur Dopingpraxis sowie auf Beschreibungen verschiedener Dopingmittel, die er durch die Zusammenarbeit mit der Sportmedizin der Universität Jena und dem dortigen Dopingprojekt erlangt hat. Die weitreichende Bedeutung des Themas geht über Doping hinaus und berührt die Kernfragen ethischer Forschung zu Eingriffen in die Freiheit. Zudem ist das Thema äußerst aktuell, wie die zunehmenden Dopingberichte in den Medien und die Verabschiedung von Dopinggesetzen, etwa in Deutschland und Spanien, zeigen. Besonders relevant ist das internationale Übereinkommen der 33. Generalkonferenz der UNESCO von 2005, das als „Instrument im Kampf gegen Doping“ fungieren soll.