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Katharina Kagerer

    Jacob Balde und die bayerische Historiographie unter Kurfürst Maximilian I.
    Die Inschriften des Landkreises Schaumburg
    • 2018

      Der zweiteilige Band bietet eine kommentierte Edition von 664 Inschriften aus dem Landkreis Schaumburg, datierend vom 12. Jahrhundert bis 1650, sowie 76 Kurzinschriften im Anhang. Er umfasst sowohl originale Texte als auch Inschriften, die nur in älteren Abschriften oder Abbildungen erhalten sind. Besonders reich ist die Überlieferung aus der Renaissance, mit vielen Inschriften im Umfeld der Residenzen der Grafen von Holstein-Schaumburg in Stadthagen und Bückeburg. Auch der niedere Adel, wie die Familien von Münchhausen und von Zerssen, zeigt durch Bau- und Stiftungstätigkeiten Präsenz. Hausinschriften an Fachwerkbauten in Stadthagen und Rinteln reflektieren das Selbstverständnis des Bürgertums. Kircheninschriften dokumentieren die Etablierung der Reformation in der Region und zahlreiche Grabdenkmäler aus den Kirchen und Stiften geben Einblick in die führenden Gesellschaftsschichten der Zeit. Der erste Teil enthält eine Einleitung zur historischen Einordnung, Literaturverzeichnis, Register und Abbildungen. Der zweite Teil bietet den Katalog mit kommentierten Inschriften, die chronologisch geordnet sind, einschließlich Übersetzungen und Beschreibungen der Inschriftenträger. Die Kommentare enthalten biographische Informationen, Entstehungsumstände und Hinweise zu Künstlern. Anhänge umfassen Kurzinschriften und Hausmarken. Der Band ist somit eine wertvolle Quelle für lokale und regionale Forschung sowie für kunsthistorische und p

      Die Inschriften des Landkreises Schaumburg
    • 2014

      Der Dichter Jacob Balde SJ wurde im Jahr 1640 zum bayerischen Hofhistoriographen bestimmt, litt aber offenbar sehr unter dieser Aufgabe. Er gewann zunehmend den Eindruck, die historische Wahrheit nicht ungeschminkt offenlegen zu können, ohne auf den Widerstand des Auftraggebers, Kurfürst Maximilians I., oder aber seines Ordens zu stoßen. Deshalb stellte er die Geschichtsschreibung zurück und widmete sich der lyrischen Dichtung. Sie versprach ihm größeren Erfolg und machte ihn tatsächlich bald zum damals wohl berühmtesten Dichter in Deutschland. Über diese seine Erfahrungen berichtet Balde in seiner »Interpretatio Somnii«, einem von ihm selbst unter Pseudonym verfassten, nicht zur Veröffentlichung bestimmten Kommentar zur Ode »Somnium«. Der Text gewährt einmalige Einblicke in das Selbstverständnis eines Hofhistoriographen im frühen Absolutismus und ist ein Selbstzeugnis aus der Vormoderne von unschätzbarem Wert. Er wird hier erstmals in einer zweisprachigen kommentierten Ausgabe vorgelegt und sowohl philologisch als auch historisch untersucht sowie in den Kontext der Historiographie am Hof Kurfürst Maximilians I. eingeordnet.

      Jacob Balde und die bayerische Historiographie unter Kurfürst Maximilian I.