Die Studie thematisiert die dringenden Herausforderungen im Gesundheitswesen und die Notwendigkeit einer Reform der ärztlichen Ausbildung. Um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden, ist eine grundlegende Neuausrichtung des Medizinstudiums erforderlich, da das bestehende System oft als zu theoretisch und praxisfern angesehen wird. Im Rahmen dieser Reform wird die Rolle des Sachverständigenrats hervorgehoben, der regelmäßig die Auslastung und weitere Einflussfaktoren im Gesundheitssektor bewertet. Die Arbeit fordert innovative Ansätze zur Ausbildung neuer Ärzte.
Anett Friedrich Libri




Das kognitive Anforderungsniveau von Ausbildungsberufen
Eine empirische Untersuchung für 226 duale und schulische Ausbildungsberufe
Ausbildungsberufe unterscheiden sich sowohl auf berufsfachlicher Ebene als auch im Niveau der kognitiven Anforderungen. Während berufsfachliche Unterschiede mit der Klassifikation der Berufe empirisch gut untersuchbar sind, gilt dies weniger für Unterschiede im kognitiven Anforderungsniveau von Ausbildungsberufen. Die Publikation stellt einen Indikator des Berufspsychologischen Services der Bundesagentur für Arbeit für das kognitive Anforderungsniveau von Ausbildungsberufen vor und präsentiert dessen Verteilung über 226 duale und schulische Ausbildungsberufe sowie Analysen zur Konstrukt- und Kriteriumsvalidität des Indikators. Die Ergebnisse zeigen die Heterogenität im kognitiven Anforderungsniveau von Ausbildungsberufen und weisen auf eine zufriedenstellende Validität des Indikators hin.
Sprache begleitet uns immer und überall. Daher stellen sprachliche Kompetenzen eine Schlüsselkomponente für persönliche Entwicklung, gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben dar. Gerade auch am Arbeitsplatz ist Sprache von großer Bedeutung. Vor allem in der Altenpflege wird der Kommunikation und Interaktion eine wichtige Rolle für den kompletten pflegetherapeutischen Prozess zugeschrieben, da ohne vorhandene Sprachkompetenz ein kommunikativer Beziehungsaufbau unmöglich ist. Weil unter anderem aufgrund des demografischen Wandels immer weniger Pflegefachkräfte zur Verfügung stehen, sich gleichzeitig aber der Zufluss von Menschen aus anderen Ländern, die in der Altenpflege arbeiten wollen, vergrößert, sind Lösungen zu entwickeln, die sich vorausschauend mit der Sprachkompetenz der Auszubildenden beschäftigen. Anett Friedrich untersucht in dieser Publikation die Problematik der ungenügenden Sprachkompetenz in der Altenpflege im Hinblick auf Lernende mit Migrationsgeschichte und erkundet mögliche Strategien zur sprachlichen Förderung der Auszubildenden.