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Gundula Schiffer

    Jerusalem - Köln
    Hioba Hymore
    Tirza Atar, wenn alles berührt
    Was es bedeuten soll
    • Was es bedeuten soll

      Neue hebräische Dichtung in Deutschland

      Die Anthologie „Was es bedeuten soll“ präsentiert neue hebräische Dichtung in Deutschland von 13 in Deutschland lebenden Israelis und Deutschen, die auf Hebräisch schreiben. Zusammengestellt und übersetzt wurde die Anthologie von den Kölner Dichter*innen und Übersetzer*innen Gundula Schiffer und Adrian Kasnitz. Ein Buch über das Lebensgefühl einer migrantischen Community zwischen Israel und Deutschland, die u. a. über Identität und Zugehörigkeit, Sprache, Familie, jüdische Traditionen und das wild-normale Leben in Berlin schreibt.

      Was es bedeuten soll
    • Biographische Essays zeichnen den spannungsvollen Lebensweg der Dichterin nach, die mit Nathan Altermann einen der bedeutendsten Dichter zum Vater hatte. Dabei kommen auch universelle Themen wie die Verwandtschaft von Poesie und Prophetie zur Sprache. – Tirza Atars Werk ist ein Kleinod, das den Blick auf Israel um eine bedeutsame Facette bereichert.

      Tirza Atar, wenn alles berührt
    • Hioba Hymore

      Gedichte

      Hioba Hymore deutet als schillernder Vor- und Zuname einer Dichterin die wesentlichen Konturen ihres poetischen Schaffens an. Da ist die weibliche Entsprechung zum biblischen, von Verlusten gezeichneten Hiob; und das sprachspielerische Kunstwort „Hymore“, aus dem sich vieles heraushören lässt: Englisches wie „Hymn“ und „more“, mit „Hymen“ ein griechisches Wort, das vom weiblichen Körper bis zum Hochzeitsgott hinüberspricht, und vor allem „Humor“, der einen von Schmerz zerrissenen Menschen wieder in Balance bringt. Schließlich heißt „More“ ein Ort in Kanaan, in das der Hebräer Abraham auszieht. Bei der Terebinthe von More verheißt der einzige Gott dem ersten Erzvater das Land für sein Volk Israel. In den einzelnen Kapiteln und Gedichten glitzern diese versprengten Gedanken wieder auf: Die schöpferischen Windungen des Schreibens und das Betrachten sich verändernder Lichtverhältnisse werden in diesem Buch zum religiösen Akt und zur mystischen Etüde. Alle diese Teile orientalisch addiert, zieht sich Hioba Hymore im erotischen Sprachbegehren wie im Inneren eines Schneckenhauses zusammen. Von diesem warmen, embryonalen Punkt der Sehnsucht ausgehend, entwindet sich ihrer Ohrmuschel immerzu die reine Liebe.

      Hioba Hymore
    • mein lyrisches Jerusalem ich danke dir Wie ein Weberschiffchen fliegen die Verse von Gundula Schiffer zwischen den Sprachen hin und her. Da ist das Hebräische, aus dem sie übersetzt, da ist das Deutsche, in dem sie dichtet. Dazwischen aber spannt sie Fäden aus Worten, Versen, Gedichten. Greift Motive aus der einen Sprache auf und überträgt sie, überträgt sich in die andere, verknüpft beide Dichtersprachen, verknotet, friemelt auseinander. Fäden aus Worten, Bänder, Stimmbänder. Da sind Stimmen in ihrem Ohr. Da sind Verse, die sie zitieren muss, weil sie ihr nicht aus dem Kopf gehen, sie lässt sie über die Zunge hüpfen, zu einem Du, einem kommunikativen Gegenstück, mag es auch sehr weit entfernt sein, so weit wie Deutschsprachien von Süden, von Israel entfernt liegt, mit Alpen und Meer dazwischen, mit viel Nichtkommuniziertem. Sie ist unerschrocken, sie kommuniziert trotzdem, schlägt eine Bresche, überwindet die Grate, setzt mit ihrem Weberschiffchen über das offene Meer. Bis sie sich endlich von Jerusalem in den Arm nehmen lässt. Aus dem Vorwort von Adrian Kasnitz

      Jerusalem - Köln