Wiener Schnitzel, Tiroler Gröstl und Steirer Huhn repräsentieren nicht nur Gerichte, sondern sind Teil einer tiefgreifenden kulinarischen Tradition. Die Qualität der Zutaten, wie gute Zwetschken für Zwetschkenröster oder das richtige Fleisch für Speck, spielt eine entscheidende Rolle. Die Existenz einer Zutat allein macht sie noch nicht zur Grundlage einer Landesküche; es bedarf kreativer Köpfe, die Fleisch und Milch oder Obst und Gemüse veredeln, um neue Gerichte zu schaffen. Regionale Kulinarik wird durch die Art und Weise geprägt, wie das Beste aus den Zutaten herausgeholt wird. In den Bergen wird oft mit Wildkräutern gewürzt, während in den Städten Zucker den Genuss versüßt. Wenn neue Zutaten oder Gerichte populär werden, verbreiten sich schnell Anleitungen zur Aufzucht und Zubereitung. Der Handel und der Austausch von Wissen sind essenziell für die kulinarische Entwicklung. Veränderungen können von oben, wie durch Maria Theresia oder Karl den Großen, oder von Wirten und Köchinnen vorangetrieben werden. Auch die Architektur beeinflusst die Nationalküche, da Kochschulen Platz für Lehrlinge und Zutaten bieten müssen. Gärten können neue Ernährungsweisen fördern. Dieses Zusammenspiel von Mensch, Gericht und Geschichte wird in diesem Werk beleuchtet, das die facettenreiche österreichische Küche mit ihren Anekdoten und Hintergründen präsentiert. In den neun Bundesländern gibt es viel zu entdecken, ob frisch kombiniert oder tradi
Ingeborg Preininger Ordine dei libri

- 2019