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Stefan Schurer

    Die Verfassung im Zeichen historischer Gerechtigkeit
    Einfluss nichtmetallischer Einschlüsse in hochreinen Werkstoffen auf die Zahnfußtragfähigkeit
    • Mit Hilfe praxisüblicher Verfestigungsstrahlverfahren können, aufgrund der Einbringung von Druckeigenspannungen in die Bauteiloberfläche, die Zahnrad- und im Speziellen die Zahnfußtragfähigkeit signifikant gesteigert werden. Da die Tiefenwirkung der Strahlbehandlung jedoch lediglich auf die oberflächennahe Randschicht begrenzt ist, wird die Zahnfußdauerfestigkeit durch die tieferliegenden Werkstoffbereiche stark beeinflusst. Treten nun zusätzlich in diesen kritischen Tiefenbereichen des Werkstoffes Fehlstellen in Form von nichtmetallischen Einschlüssen o. Ä. auf, wird die Festigkeit und damit verbunden die lokale Beanspruchbarkeit des Werkstoffes maßgeblich durch deren Vorhandensein bzw. Größe, Beschaffenheit und Gestalt mitbestimmt. Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss nichtmetallischer Einschlüsse in hoch bzw. höchstreinen Werkstoffen auf die Zahnfußtragfähigkeit einsatzgehärteter und oberflächenverfestigter Zahnräder zu untersuchen. Mit Hilfe von theoretischen und experimentellen Untersuchungen wird ermittelt, inwieweit der Schadensmechanismus „innerer Bruch“ (Fish-Eye) durch die Verwendung von Werkstoffen mit möglichst hohem Mikroreinheitsgrad verhindert und die Zahnfußdauerfestigkeit im Bereich hoher Lastwechselspielzahlen damit gesteigert werden kann. Auf Basis experimenteller Lauf- und Pulsatorversuche zur Zahnfußtragfähigkeit wird das Auftreten innerer Brüche betrachtet, der Einfluss auf die Zahnfußtragfähigkeit ausgewertet und Handlungsempfehlungen für die praktische Anwendung abgeleitet. Darüber hinaus wird ein lokales Berechnungsmodell aufgebaut und anhand der experimentellen Untersuchungsergebnisse validiert, das den Einfluss nichtmetallischer Einschlüsse auf die lokale Beanspruchbarkeit des Werkstoffes und damit auf die Zahnfußtragfähigkeit berücksichtigt. Die Ergebnisse erlauben dem Anwender bereits in der Auslegungsphase eine erste Abschätzung, in wieweit nichtmetallische Einschlüsse in der Werkstoffmatrix mit bekannter Größe bei einer vorgegebenen Zahnfußbeanspruchung kritisch werden können oder nicht.

      Einfluss nichtmetallischer Einschlüsse in hochreinen Werkstoffen auf die Zahnfußtragfähigkeit
    • Die Verfassung im Zeichen historischer Gerechtigkeit

      Schweizer Vergangenheitsbewältigung zwischen Wiedergutmachung und Politik mit der Geschichte

      • 469pagine
      • 17 ore di lettura

      Geschichte wird zunehmend zum Anliegen des Staates, auch in der Schweiz. Gerichte und Parlamente schreiben Geschichte um und korrigieren vergangenes Unrecht. Der Staat erklärt, was einst rechtmäßig war, als ungerecht und erhebt sich so zum Historiker eigener Sache. Verschiedene Maßnahmen belegen diese Entwicklung: die Entschädigung für die Opfer des 'Hilfswerks für die Kinder der Landstrasse', die späte Urteilsrevision im Fall Paul Grüninger, der Prozess gegen Joseph Springs, der 1942 von Schweizer Grenzwächtern den NS-Behörden übergeben wurde, sowie die Rehabilitierung der Fluchthelfer durch Bundesgesetz. Die staatliche Wahrheitssuche durch die Unabhängige Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg (UEK) und der strafrechtliche Schutz bestimmter historischer Deutungen sind weitere Beispiele. Den Opfern wird so späte Gerechtigkeit zuteil, doch der schmale Grat zwischen historischer Gerechtigkeit und politischer Geschichtsschreibung bleibt bestehen. Diese Entwicklung wirft Fragen zum Verhältnis von Staat, Recht und Geschichte auf, da der Staat zum Verwalter der historischen Wahrheit und Hüter der Erinnerung wird. Die Grenzen zwischen Recht und Geschichte verschwimmen, wodurch Richter zu Historikern und Historiker zu Kronzeugen staatlicher Organe werden. Das Rechtssystem produziert jedoch andere Wahrheiten als die Geschichtswissenschaft.

      Die Verfassung im Zeichen historischer Gerechtigkeit