Die Jubiläumsedition zum 100. Geburtstag von Helmut Heißenbüttel bietet einen umfassenden Einblick in seine späten Schriften, die Literaturtheorie, Hörspiel, Comic und Science Fiction behandeln. Neben autobiografischen Essays und Beiträgen zum Kulturbetrieb sind auch Texte über den Kriminalroman enthalten, die verschiedene Phasen von Heißenbüttels umfangreicher Karriere reflektieren. Diese Sammlung beleuchtet die Vielseitigkeit und den Einfluss des Autors auf verschiedene literarische Genres.
Die Sammlung bietet einen tiefen Einblick in die späten Schriften von Helmut Heißenbüttel, die sich mit Lyrik und experimenteller Literatur auseinandersetzen. Sie umfasst nicht nur Analysen zur Lyrikszene seit den 70er Jahren, sondern auch Rückblicke auf die Neoavantgarde und deren Entwicklungen. Heißenbüttel thematisiert zentrale Problemstellungen und reflektiert über die Selbsterneuerung sowie innovative Buchformen, was die Relevanz seiner Gedanken für die literarische Landschaft unterstreicht.
Die Jubiläumsedition zum 100. Geburtstag von Helmut Heißenbüttel bietet eine Sammlung seiner späten literaturhistorischen Schriften, die sich mit bedeutenden Persönlichkeiten der Moderne wie Carl Einstein, Kurt Schwitters und Arnold Schönberg auseinandersetzen. Besonders hervorzuheben ist die erstmalige Zusammenstellung aller Beiträge zu Ernst Jünger, die einen tiefen Einblick in Heißenbüttels Denken und seine Auseinandersetzung mit den kulturellen Strömungen seiner Zeit gewährt.
100. Geburtstag Helmut Heißenbüttel
Keine andere Publikation prägte das Werk Helmut Heißenbüttels so wie die Textbücher 1–6. Sie sind der lebendige Beweis der methodischen Offenheit, die der sprach- und formskeptische Autor zu seiner Devise erhoben hatte. Entstanden in den Blütejahren der Theorie, den 60er Jahren, sind sie Spiegelbild dieser Zeit und ein Fest der Vielfalt heterogener literarischer Ausdrucksformen. Eine Literatur, die sich der Festschreibung verschließt und zu immer wieder neuen Erkundung einlädt.
Heißenbüttels Literaturkritiken - ein höchst anregendes und facettenreiches Panorama unterschiedlichster Spielarten von Literatur. Zeitlebens hat Helmut Heißenbüttel neben der Arbeit an seinen Textbüchern, Prosaprojekten, Gedichten, Hörspielen und Essays auch hunderte von Buchbesprechungen für Zeitungen und Rundfunk geschrieben. Im Blick auf die aktuelle deutsche Literatur interessierten ihn die Vielfalt der europäischen und amerikanischen Schreibweisen ebenso wie die verschütteten Traditionen der literarischen Moderne, Krimis ebenso wie Lyrik, Comics und Kinderbücher ebenso wie die Neuausgaben der Klassiker: so ergeben die für dieses Lesebuch ausgewählten Kritiken ein höchst anregendes und facettenreiches Panorama der unterschiedlichsten Spielarten von Literatur in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Zugleich bot das Rezensieren Heißenbüttel Gelegenheit zur anschaulichen Erörterung methodischer und poetologischer Fragen: ein undogmatisches und stets zweifelndes Nachdenken über Sprache, Literatur und deren gesellschaftliche Implikationen. Als Kritiker war er nicht auf das Zelebrieren von Geschmacksurteilen aus, sondern neugierig auf Entdeckungen, auf ungelöste Fragen und auf neue Perspektiven. Seine kritischen Schriften sind daher noch heute überzeugende Plädoyers für eine andere, offenere, risikoreichere Weltwahrnehmung durch Literatur und Sprache - und vor allem machen sie Lust aufs Lesen.