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Emil Reisch

    Griechische Weihgeschenke
    • Griechische Weihgeschenke

      • 164pagine
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      Bereits in der Vorgeschichte und im Altertum war es Brauch, heilige Stätten mit Votivopfern zu bedenken, die sowohl Bitt- als auch Dankopfer an Gottheiten darstellten. Dazu zählen archaische Kouroi oder Korai sowie der berühmte Wagenlenker von Delphi. Die Griechen brachten Votivgaben an ihren Gott Asklepios in Kultorten wie Epidauros, Knidos und Pergamon dar. Zeugnisse des römischen religiösen Lebens sind Votivhände, die dem phrygischen Gott Sabazius geweiht sind, sowie Ton- und Bronzeabbildungen menschlicher Körperteile im Isistempel von Pompeji und die häufig in Germania Romana gefundenen Votivbleche. Diese Votivbleche, aus dem Lateinischen vovere (geloben) und votum (Gelübde) abgeleitet, sind in der griechisch-römischen Antike als Votivgaben aus getriebenem Blech für Götter bekannt. Die erhaltenen Exemplare bestehen aus Gold, Silber oder Bronze und sind bis zu 30 cm hoch. Sie wurden entweder direkt an Wänden befestigt oder auf bemalten Holzbrettern als Schmuck an Tempelwände gehängt. Zudem dienten sie als Beschläge für geweihte Kisten und Schreine oder als Schutz für Götterstatuetten, die in der Erde abgelegt wurden. Diese Ausgabe ist mit 14 S/W-Abbildungen illustriert und ist ein Nachdruck der historischen Originalausgabe von 1890.

      Griechische Weihgeschenke