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Luc Kerren

    Europa und die deutsche Frage
    • Europa und die deutsche Frage

      Wiederkehr der Geschichte?

      • 492pagine
      • 18 ore di lettura

      Mit der Wiedervereinigung schien die deutsche Frage, die über Jahrhunderte das europäische Mächtegleichgewicht prägte, eine endgültige Klärung gefunden zu haben. Deutschland war erstmals in seiner Geschichte "von Freunden umzingelt". Doch die Eurokrise offenbarte, dass die Größe des vereinten Deutschlands in Europa ambivalent wahrgenommen wurde: Es übernahm als "unverzichtbare Nation" die Initiative, wurde jedoch auch verdächtigt, hegemoniale Ambitionen zu hegen. Luc Kerren zeigt, dass dieses Muster sich auch während der Migrationskrise 2015/16 und im Verhältnis zu Russland zeigte. Die Berliner Republik steht vor der Herausforderung, innerhalb Europas die Balance zu halten: zwischen "rücksichtsloser Führung" und "führungsloser Rücksicht". Das Buch gliedert sich in mehrere Teile, beginnend mit theoretischen Überlegungen zu Führung und Hegemonie. Es beleuchtet die deutsche Frage im historischen Kontext von 1806 bis 1990 und versucht, die Definition der Frage nach Deutschland zu klären. Der Übergang von der Bonner zur Berliner Republik wird thematisiert, einschließlich des Erbes der Bonner Republik und der Rückkehr Deutschlands als europäischer Zentralmacht. Zudem werden die deutschen Führungsdilemmata von 2008 bis 2016 analysiert, einschließlich der Eurokrise, der Beziehung zu Russland und der Migrationskrise. Abschließend wird die strategische Orientierung Deutschlands und die Wiederkehr der deutschen Frage in Europa diskutie

      Europa und die deutsche Frage