Beurteilungsspielräume der Verwaltung im Naturschutzrecht.
Zugleich ein Beitrag zum Umgang von Gerichten und Behörden mit externem Sachverstand.
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Im Naturschutzrecht wird häufig auf die Rechtsfigur der Beurteilungsspielräume zurückgegriffen, um mit den Unsicherheiten der komplexen und dynamischen Naturwissenschaften umzugehen. Dies führt dazu, dass der Verwaltung ein Letztentscheidungsrecht zugewiesen wird, während die gerichtliche Kontrolle reduziert wird. Die dogmatischen Grundlagen dieser Beurteilungsspielräume und ihre Relevanz in der naturschutzrechtlichen Rechtsprechung zeigen sowohl Konflikte als auch Lösungsmöglichkeiten auf. An der Schnittstelle von Natur- und Rechtswissenschaften entstehen vielfältige Herausforderungen, bei denen Behörden und Gerichte aufeinanderprallen. Der Rückgriff auf Beurteilungsspielräume bietet eine praktikable Lösung für die Unsicherheiten, die aus den Naturwissenschaften resultieren, steht jedoch im Spannungsverhältnis zum Prinzip des effektiven Rechtsschutzes. Die Analyse der Rechtsprechung im Naturschutzrecht hinsichtlich der Beurteilungsspielräume offenbart eine weitreichende Anerkennung dieser, die jedoch verfassungsrechtliche Bedenken aufwirft. Dies eröffnet Perspektiven für Entwicklungen und Lösungsmöglichkeiten. Die Struktur des Werkes umfasst eine Einleitung, die dogmatischen Grundlagen, rechtliche Vorgaben, eine Analyse der Rechtsprechung sowie Herausforderungen in der Praxis und eine abschließende Bewertung.
