Kairos
- 400pagine
- 14 ore di lettura
Jenny Erpenbeck approfondisce le profondità psicologiche dei suoi personaggi, esplorando le complessità delle relazioni umane. La sua prosa è caratterizzata da un linguaggio preciso e da una penetrante visione della psiche umana. Si concentra principalmente sui temi della memoria, dell'identità e dell'impatto della storia sugli individui. Erpenbeck agisce come narratrice, attirando i lettori nei viaggi introspettivi dei suoi personaggi.







A collection of intimate and explosive essays on literature, life, history, politics and place from the award-winning author of Go, Went Gone and The End of Days
Now in paperback, the unforgettable German bestseller about the European refugee crisis.
A collection of highly personal and poetic essays about life, literature, and politics by the renowned German writer, Jenny Erpenbeck
A story of the twentieth century told through the various lives of one woman: an intoxicating masterpiece of a novel that kneads time and History like dough.
A forested property on a Brandenburg lake outside of Berlin lies at the heart of this novel. This novel offers us the stories of twelve individuals who make their homes here.
Dieses Buch ist eine außergewöhnliche Reiseerzählung, die den Leser durch die Zeit führt, während er am gleichen Ort bleibt: dem Dorf Berka in Thüringen. Über 70 Jahre hinweg haben drei Fotografen einer Familie das Dorf von 1950 bis 2022 dokumentiert. Das Projekt, das durch zahlreiche Zufälle entstanden ist, gibt Einblicke in das Leben der Menschen und die Entwicklung des Ortes. Ludwig Schirmer, der Müllermeister von Berka und Amateurfotograf, begann nach dem Zweiten Weltkrieg, das Dorfleben in Bildern festzuhalten. Seine Tochter Ute wuchs dort auf und heiratete 1973 Werner, der später an der HGB Leipzig studierte und 1977/78 sein Diplom über Berka machte. 1997 erhielt Werner einen Auftrag vom STERN, was ihn 1998 erneut nach Berka führte. Nach dem Tod von Ludwig Schirmer im Jahr 2001 entdeckten Ute und Werner in seinem Nachlass wertvolle Abzüge und Negative seiner Berka-Bilder, die sie in ihrer Dunkelkammer bearbeiteten. 2021/2022 portraitierte Ute die Jugendlichen des Dorfes, die zur Zeit von Werners letzten Aufnahmen noch nicht geboren waren. Das analoge, schwarz-weiße Langzeitprojekt wurde 2022/2023 abgeschlossen. Begleitende Texte von Jenny Erpenbeck, Anja Maier, Steffen Mau und Gary Van Zante sowie ein komplexes Layout von Florian Lamm formen eine dichte Erzählung, die große literarische und fotografische Vorbilder reflektiert. 2024 können aufmerksame Betrachter die vielfältigen Bezüge selbst entdecken!
Text & Kommentar
Ein Mädchen wird gefunden, nachts auf einer Straße, einen leeren Eimer hat es in der Hand. Es ist nicht schön noch häßlich, niemand kennt seinen Namen, niemand weiß, woher es kommt, niemand weiß, wer seine Eltern sind. Niemand, auch das Kind selbst nicht. Also wird es in ein Heim gesteckt und auf eine Schule geschickt. Eine verstörende Aura der Formlosigkeit umgibt dieses Geschöpf; jeder Versuch der Kontaktaufnahme prallt zurück wie ein Ball von der Wand. Nur ganz selten scheint es, als wisse das Kind mehr, als es preisgibt – doch wer versucht, sein Geheimnis zu durchschauen, hat das Gefühl, er blicke in einen blinden Spiegel ...