Was ist an deutscher Literatur eigentlich „deutsch“? An dieser Frage orientiert sich diese scharf argumentierende, anschaulich formulierte Literaturgeschichte, von den Anfängen deutscher Dichtung bis zur Gegenwart. Das Buch meidet Terminologien, mit denen die heutige Literaturwissenschaft dem Laien das bessere Verständnis verwehrt und vermittelt gleichzeitig neue Einsichten in den inneren Zusammenhang der deutschen Literatur.
Heinz Schlaffer Libri






Heinz Schlaffer legt die Fundamente der Lyrik frei. Von der Antike bis zur Gegenwart kommt der Dichtung eine bestimmte Aufgabe in der Kultur einer Gemeinschaft zu: von der Anrufung der Götter bis zum Spruch für Menschen, vom Bettellied bis zum Erntedank, von der Beschwörung bis zum Liebeszauber. Um solche Zwecke zu erreichen, setzt das Gedicht außergewöhnliche Mittel wie Rhythmus, Reim und Metaphern ein. Heinz Schlaffer hat ein anschauliches, durch markante Beispiele sinnfälliges Buch geschrieben. Für alle, die sich gern von Gedichten anrühren lassen und genauer wissen wollen, wie Dichtung gemacht ist und wozu wir sie auch heute brauchen.
Goethes Wilhelm Meister
- 226pagine
- 8 ore di lettura
(...) In bald 200 Jahren Rezeptionsgeschichte wurde Goethes "Wilhelm Meister" fast durchweg auf einige wenige 'Ideen' reduziert, die man unter dem Namen Bildungsroman zusammenfaßte. Karl Schlechtas Buch, zuerst 1953 erschienen, bricht mit dieser Deutungstradition und erschließt wieder - in einer dicht geschriebenen Darstellung - die erzählerische Fülle, den Zauber und die Unmittelbarkeit von Goethes Werk. Und er entdeckt im subtilen Mit- und Gegeneinander dieses an Farben und Stimmen so reichen Romans eine ironische Distanz Goethes gegenüber dem, was emphatisch als 'Bildung' verbucht wurde: der 'Bildungsroman' wird als Zerstörungsroman kenntlich, in dem es mehr um Verluste an ursprünglichem Leben als um positive Lernprozesse geht. Schlechta unternimmt eine Entdeckungsreise zu einem scheinbar so bekannten Roman. Sein Werk zu Goethes "Wilhelm Meister" ist in manchem der Neuerschließung von Goethes "Wahlverwandtschaften" durch Walter Benjamins berühmten Essay vergleichbar.
Der Autor, der nicht schreibt
Versuche über den Büchermacher und das Buch (Festschrift für Günther Busch)
- 272pagine
- 10 ore di lettura
Mit Beiträgen von Walter Boehlich, Silvia Bovenschen, Jürgen Habermas, Melusine Huss, Alexander Kluge, Michael Krüger, Hans-Martin Lohmann, Alfred Lorenzer, Gert Mattenklott, Karl Markus Michel, Tilmann Moser, Oskar Negt, Ulrich K. Preuß, Klaus Reichert, Henning Ritter, Rossana Rossanda, Hannelore Schlaffer, Heinz Schlaffer, Klaus Wagenbach
Borges
- 128pagine
- 5 ore di lettura
Dieses Buch über den argentinischen Schrifsteller Jorge Luis Borges, dessen Gesamtwerk im Fischer Taschenbuchverlag erscheint, hält sich weder an die Biographie des Autors noch an die Zeitfolge, in der seine Essays, Erzählungen und Gedichte entstanden sind. Vielmehr beschreibt es eigentümliche Nachbarschaften von Themen, Formen und Stilen, zu denen sich einprägsame Momente von Borges' Werk in der Erinnerung an die Lektüre zusammenfinden.
