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Hans-Jürgen Wirth

    15 febbraio 1951
    Psychosozial - 82: Psychosozial
    Gefühle machen Politik
    Narzissmus und Macht
    • Die Ausübung politischer oder ökonomischer Macht fördert Größen- und Allmachtsfantasien, während Karrierestreben und Rücksichtslosigkeit den Zugang zu Machtpositionen erleichtern. Der Autor untersucht in detaillierten Fallstudien, darunter Uwe Barschel, Helmut Kohl, Joschka Fischer und Slobodan Milosevic, die Verknüpfungen zwischen Persönlichkeitsmerkmalen, individueller Psychopathologie und den Identitätskonflikten ihrer jeweiligen Gruppen. Themen wie der Begriff der Macht, Narzissmus und die psychosoziale Genese der Macht werden behandelt. Die Anziehungskraft gesellschaftlicher Macht auf Personen mit narzißtischen Störungen zeigt sich in Karriere-Besessenheit und Größenphantasien, die den Zugang zu Machtpositionen ebnen. Narzisstische Führer umgeben sich oft mit Ja-Sagern und Manipulatoren, was ihre Selbstwahrnehmung untergräbt und zu einem illusionären Weltbild führt. Techniken wie Fremdenhass und Gewalt gegen Sündenböcke sind charakteristisch für narzißtische Herrschaft. Der Verlust des Kontakts zur Realität und die Abkehr von Werten führen oft zum Scheitern dieser Führer. Der Autor analysiert die Wechselwirkungen zwischen individueller Psychopathologie und gesellschaftlichen Konflikten und beleuchtet die Rolle der Macht in der Psychoanalyse. Hans-Jürgen Wirth ist Psychoanalytiker und Privatdozent, tätig in Gießen und Bremen.

      Narzissmus und Macht
    • Gefühle machen Politik

      Populismus, Ressentiments und die Chancen der Verletzlichkeit

      • 336pagine
      • 12 ore di lettura

      Gefühle sind eine zentrale Motivationskraft, die Beziehungen zu anderen Menschen fördern oder zur Abgrenzung von feindlichen Gruppen führen. Der Autor erläutert anhand aktueller politischer Beispiele, wie Emotionen politisches Handeln beeinflussen und wie Politik mit Gefühlen gemacht wird. Emotionen helfen uns, unsere Umwelt zu erkennen, unsere Empfindungen auszudrücken und diese zu bewerten. In der Politik entfalten sie eine besondere Macht: Populismus nutzt affektive Wut, Neid und Ressentiments, die das soziale Miteinander vergiften. Im Gegensatz dazu eröffnen Gefühle wie Empathie und Hoffnung alternative Perspektiven. Das Buch behandelt die psychoanalytische Sozialpsychologie des Populismus, die Dynamiken von Misstrauen und Verschwörungstheorien während der Corona-Krise sowie die Rolle des Bösen in der menschlichen Existenz. Es beleuchtet auch die psychopolitische Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, den Rechtspopulismus und die Willkommenskultur, und untersucht die konträren Weltbilder von politischen Parteien. Ein zentrales Thema ist das Bewusstsein für Verletzlichkeit und die kollektive Verantwortung, die sich daraus ergibt. Der Autor reflektiert über die Herausforderungen und Chancen, die diese Emotionen in der aktuellen politischen Landschaft bieten, und schließt mit einem Ausblick auf die Zukunft und die Notwendigkeit eines neuen Leitbildes für Frieden und Verantwortung.

      Gefühle machen Politik