Zwei ausgehungerte Moskauer Waisenkinder werden während des Krieges in den Kaukasus gebracht und geraten dort in den Strudel blutiger Ereignisse. Mit diesen erschütterten Roman über die Folgen der Stalinischen Nationalitätenpolitik erlangte Antoli Pristawkin Weltruhm
Anatolij I. Pristavkin Libri
Anatoliy Pristavkin è un acclamato autore russo la cui opera esplora profondamente i temi dell'abbandono e del trauma bellico. Avendo egli stesso sperimentato profonde perdite e soggiorni in orfanotrofi sovietici, il suo percorso personale alimenta i suoi sforzi letterari. Le sue narrazioni descrivono senza reticenze le dure realtà affrontate dai bambini abbandonati, spesso intersecandosi con eventi storici significativi come la deportazione del popolo ceceno. La scrittura di Pristavkin è caratterizzata da una cruda onestà e una profonda empatia, offrendo ai lettori una forte risonanza emotiva e una comprensione più profonda della resilienza umana.





Zehn Jahre lang war Anatoli Pristawkin Vorsitzender der Begnadigungskommission: Anhand zahlreicher, unsere Vorstellungskraft weit übersteigender Lebensläufe führt er in diesem Buch durch eine Hölle der Rechtlosigkeit.
Die Kinder von Opfern der Stalinschen Verfolgungen werden unter fremdem Namen in einem speziellen Heim untergebracht. Als sie kurz vor Kriegsende von ihrer wahren Identität erfahren, begehren sie gegen den verordneten Terror auf. - Deutscher Jugendliteraturpreis 1991.
Über Nacht eine goldene Wolke
- 302pagine
- 11 ore di lettura
Im Sommer 1944 werden fünfhundert Kinder aus einem Moskauer Waisenhaus in den entvölkerten Kaukasus geschickt, darunter die elfjährigen Zwillinge Saschka und Kolka. Diese kleinen Gauner, geprägt von Krieg und Kinderheim, sehnen sich nach Zärtlichkeit und Liebe und hoffen, ihren quälenden Hunger stillen zu können. Anfangs glauben die Brüder den Versprechungen der Erwachsenen, dass die Reise in ein Paradies führt. Doch ihre Ankunft in dem blühenden Land wird von bedrohlichen Detonationen in den Bergen überschattet. Bewaffnete Tschetschenen, die der Aussiedlung entkommen sind, leisten erbitterten Widerstand gegen die russischen „Kolonisatoren“. Ihre Rache trifft auch Unschuldige: Bei einem Überfall werden fast alle Kinder getötet, nur Kolka überlebt, gerettet von einem tschetschenischen Jungen. Der Roman, der 1982 geschrieben wurde, erschien erst 1987 in einer gekürzten Fassung und 1992 in vollständiger deutscher Übersetzung. Er erzählt von den blutigen Ereignissen, die die beiden Waisenkinder im Kaukasus erleben, und beleuchtet die verheerenden Folgen der Stalinschen Nationalitätenpolitik, was dem Autor weltweite Anerkennung einbrachte.