"Regiebekenntnisse" bietet Einblicke in die Lebenswege und Motivationen von 18 namhaften Regisseuren wie Wim Wenders und Margarethe von Trotta. Ohne feste Interviewfragen teilen sie persönliche Erfahrungen zu Projektentwicklung, Zusammenarbeit am Set und den Herausforderungen ihres Berufs. Ideal für angehende und etablierte Film- und Fernsehmacher.
„Nichts ist spannender als die Realität“, sagt der mehrfach prämierte Dokumentarist Thomas Schadt. Während das dokumentarische Fernsehen, insbesondere Doku- und Realitysoaps, boomt, bleibt die Frage nach dem Autorenfilm, der die persönliche Handschrift eines Filmemachers trägt, oft unbeantwortet. Schadt teilt auf lebendig-unterhaltsame Weise seine Leidenschaft für das Dokumentarfilmemachen. Er betont, dass „alles Dramaturgie ist“, und spricht über den Glauben an die eigene Filmidee, die Kunst des Wartens, Improvisation bei unvorhergesehenen Ereignissen und die Verantwortung gegenüber Protagonisten. Anhand spannender Beispiele aus 30 Jahren Berufserfahrung zeigt er die Eigenheiten und Unberechenbarkeit dokumentarischer Arbeitsprozesse. Nach einer theoretischen Einführung in den Dokumentarfilm, in der auch Kollegen zu Wort kommen, gewährt er Einblicke in die Praxis: von der Ideenfindung über Recherche, Exposé und Finanzierung bis hin zu Dreharbeiten, Schnitt und Filmpremiere. Mit großer Offenheit lässt Schadt die Leser an seinem reichen Erfahrungsschatz teilhaben. Die dritte, überarbeitete Auflage enthält Fallstudien aus seinem jüngsten Schaffen, darunter „Amok in der Schule“ über Robert Steinhäuser und „Der Mann aus Oggersheim“, ein fiktionales Dokudrama über Helmut Kohl.
Der letzte Band der »Filmbekenntnisse« beleuchtet die Arbeit von Filmproduzenten und deren Herausforderungen. Béatrice Ottersbach und Thomas Schadt interviewen namhafte deutschsprachige Produzenten, die Einblicke in ihre Ziele und Aufgaben geben. Ein spannendes Buch für Film- und Fernsehschaffende sowie Filminteressierte.
In „Filmlehren“ kommen 33 Professoren und Dozenten der größten deutschen Filmhochschulen erstmals gemeinsam zu Wort. Sie lehren an Institutionen wie der DFFB Berlin, der Filmakademie Baden-Württemberg, der HFF München, der HFF „Konrad Wolf“ Potsdam und der ifs Köln. Die Herausgeber bieten einen umfassenden Überblick, wie Filmwissen in Deutschland konzipiert, übermittelt und gelehrt wird. Dabei werden die unterschiedlichen Ziele, Vorgehensweisen und Lehransätze deutlich, die angehenden Filmschaffenden zur Auswahl stehen. Das Buch verfolgt einen persönlichen Ansatz: Filmstudenten erhalten Einblicke in die Motivationen, Einstellungen und Erfahrungen der Lehrenden, die sich der Vermittlung kreativer Berufe widmen. Im Film gibt es kein einfaches „richtig“ oder „falsch“; entscheidend ist oft die Chemie zwischen den Akteuren, was auch für die Ausbildung gilt. In praxisnahen Beiträgen beschreiben die Autoren ihre Berufszweige wie Produktion, Regie, Drehbuch, Bild und Ton, Schnitt, Interaktive Medien oder Medienwissenschaften. Arbeitsdokumente und Bildmaterial veranschaulichen die Texte. Den Beiträgen vorangestellt ist eine Präsentation der jeweiligen Filmschule, die einen Überblick über deren Schwerpunkte gibt.
75 Jahre nach der Uraufführung von Walter Ruttmanns Filmklassiker Berlin: Die Sinfonie der Großstadt wagt Regisseur Thomas Schadt eine eigene, zeitgemäße Neuinterpretation. Im Auftrag des SWR wird Schadts Film zunächst im Kino und dann prominent auf verschiedenen Fernsehkanälen zu sehen sein. Zu diesem Medienereignis entsteht in Zusammenarbeit mit dem SWR ein Fotoband. Wie in Ruttmanns Vorbild folgen Film und Buch dem Lauf eines Tages. Als gelernter Fotograf fasst Thomas Schadt das Berlin von heute in eindrucksvollen, eindringlichen Schwarzweißbildern. Auf diese Weise ist zugleich ein ungewöhnlicher Bildband entstanden, der weniger die Sehenswürdigkeiten zeigt als das Leben in der Großstadt, die Menschen, den Rhythmus, die Herausforderung, aber auch die Ruhe, die Normalität, den Alltag.