Die Ethnologin Germaine Tillion gehörte zur Résistance und wurde 1942 nach Ravensbrück deportiert. Ihr bedeutendes Buch über das Frauenkonzentrationslager - das Standardwerk zum Thema - ist der authentische Bericht einer Lagerinsassin und zugleich eine detaillierte Dokumentation aller verfügbaren Fakten.
Germaine Tillion Libri



Preuves
Une revue européenne à Paris
Germaine Tillion (1907–2008) ist eine der bedeutendsten intellektuellen Persönlichkeiten Frankreichs, die maßgeblich an zentralen Ereignissen der deutsch-französischen und der franko-algerischen Geschichte im 20. Jahrhundert beteiligt war. Höhepunkt ihrer Ehrungen wird im Mai 2015 ihre Überführung ins Panthéon sein, dem Tempel für die „Großen der Nation“. „Die gestohlene Unschuld“ versammelt erstmals zentrale Texte von Germaine Tillion, die aus den verschiedenen Phasen ihres Lebens stammen: über ihre Arbeit als Ethnologin in Algerien zwischen 1934 und 1940, über Widerstand, Gefängnisaufenthalt und Deportation nach Ravensbrück, über ihr Engagement in Frankreich nach 1945 und über ihre Rückkehr nach Algerien in den 1950er Jahren