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Wenn eine Menschengruppe Respekt verdient, dann sind es die Kinder






Wenn eine Menschengruppe Respekt verdient, dann sind es die Kinder
Autobiographie eines Nachkriegskindes Jahrgang 1942
Rücken, Gelenke, Muskulatur und Stoffwechsel warten auf regelmäßige Bewegung
In der modernen Arbeitswelt ist chronischer Bewegungsmangel als eine Ursache zahlreicher Erkrankungen wohl bekannt. Herz-Kreislaufschwächen, Durchblutungsstörungen, Rückenleiden und schmerzhafte Gelenkprobleme in der Folge muskulärer Defizite und vielleicht auch angestaute Aggressionen gegen sich selbst und gegen andere können ihre Ursachen in der Vernachlässigung dessen haben, wozu die Biologie unseres Körpers eigentlich geschaffen ist. Unser Verstand offenbart, wozu wir Beine, Füße, Knie- und Hüftgelenke und vieles andere haben. Doch oft fehlt es an Motivation, unseren Bewegungsapparat zu pflegen. Es mangelt also weniger am Verstand als an der Erkenntnis dessen, was einer bewussten regelmäßigen Bewegung einen Sinn gibt. Wenn der Lebenssinn nur noch auf rein Materielles und inhaltslosen Zeitvertreib reduziert wird, droht das Leben an Sinn zu verarmen. Dr. Gerd Blaumeiser ist Arzt für Orthopädie/Sportmedizin und Psychotherapie und blickt auf eine langjährige Klinik- und Praxiserfahrung zurück. Er arbeitet seit ca. 40 Jahren als Dozent am sportwissenschaftlichen Institut der Universität Koblenz.
In Südafrika hacken Vertreter der Spezies Mensch Nashörnern bei lebendigem Leib brutal ihr großes Horn ab. Eine Grausamkeit ohne jeden Sinn, denn das gewonnene Horn, das aus Keratin besteht wie z. B. Haare oder Fingernägel, ist zu nichts zu gebrauchen und hat auch keinen medizinischen Wert, erst recht keine »Zauberkräfte«, an die so manche Menschen glauben, die zu viel Geld und zu wenig Verstand haben. Auch Elefanten werden ihre Stoßzähne abgesägt. Der Handel mit Rhinozeroshorn (noch dazu sind ca. 90 % Fälschungen) und Elfenbein ist ein Milliardengeschäft, mit dem vorwiegend Terror und Rebellengruppen finanziert werden. Menschen sind zu unglaublichen Gräueltaten fähig. Dieses Buch beschäftigt sich mit dem Leid, welches ausschließlich von Menschen in der Natur angerichtet wird. Der Begriff der Menschlichkeit erhält damit eine alles andere als positive Konnotation. Auf der anderen Seite sind Tiere und Menschen auch Gefährten im Universum. Doch kann man nur jedem raten, sich vor Menschen stets in Acht zu nehmen, ist der Mensch doch das größte und bestialischste Raubtier von allen. Dr. Gerd Blaumeiser,76 Jahre alt, ist verheiratet und Vater einer Tochter, Arzt für Orthopädie, Sportmedizin und Psychotherapie. Seit vielen Jahren ist er auch Dozent am sportwissenschaftlichen Institut der Universität Koblenz.
Erfolg und Zufriedenheit erleben
Die wie alles in der Natur und im menschlichen Verhalten evolutiv gründende Muße spielte bis zu ihrer Wiederentdeckung in jüngster Zeit in der persönlichen Lebensführung sowie der Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen in Familie, Beruf und Freundschaft eher eine Außenseiterrolle. Ihr Potential hingegen ist im Hinblick auf die Qualität unseres Befindens, unseres mitmenschlichen Verhaltens sowie hinsichtlich unserer Kreativität außerordentlich mächtig. Muße als Lebensprinzip hilft auf dem Weg zur Selbstfindung. Indem wir selbstbestimmt die Muße in Respekt vor dem Leben für uns selbst als auch ganz allgemein er- und anerkennen, wird es (wieder) möglich sein, unsere eigene Würde wie auch die jeglichen Lebens auf unserem Planeten wahrzunehmen. Mit der Entdeckung oder auch Wiederentdeckung der eigenen Würde sind wir dann auch nicht mehr verführbar. Die Muße als Weg zum eigenen Selbst bedarf für ihre Wahrnehmung des zeitweisen Alleinseins, weitab von Lärm und jeglicher Oberflächlichkeit. Sobald die Muße in unserem Inneren die Sicht auf eine Welt in Toleranz und Liebe und damit in Freiheit eröffnet hat, verleiht sie uns die Macht und die Kraft, sowohl als Individuum als auch als Mitglied der Gemeinschaft das Leben zu meistern.
Schule: Verschlossene Fenster - Bildung unerwünscht?
So beklagenswert die Ursachen der Bildungsmisere in unserem Land sind, so wohlbegründet und auch zahlreich sind die kritischen Stellungnahmen namhafter Autoren aus Pädagogik, Philosophie, Soziologie oder gar der Hirnforschung. Unter dieser viel zu lang schon anhaltenden Bildungsmisere leidet bereits heute und noch mehr in unmittelbarer Zukunft unser gesamtes Gemeinwesen. Symptomatisch hierfür sind das kritiklose Hinnehmen von allerlei Unsinnigem, die erhöhte Verführbarkeit durch materiell und geistig Überflüssiges und nicht zuletzt eine um sich greifende allgemeine Respektlosigkeit. Einige Studentinnen und Studenten haben dies bereits erkannt und es ist daher zu wünschen, dass aufgeklärte und kritische junge Menschen immer zahlreicher werden. Diese Publikation will dazu beitragen, die Kritikfähigkeit zu erhöhen.
Die ver{nderten Lebensbedingungen im modernen Industriezei- talter verlangeneine neue Einstellung zur Gesundheit. Ein- gespannt in einen weltweiten Anpassungsvorgang ergibt sich f}r fast jeden Menschen die Alternative, entweder diesen An- passungsproze~ erfolgreich zu bestehen, oder einer Zivilisa- tionskrankheit bzw. der m|glichen Progredienz eines chroni- schen Leidens zu erliegen. Die orthop{disch rheumatologische Kurmedizin leistet in dieser Hinsicht einen wichtigen Bei- trag und gewinnt durch die Zunahme in immer j}ngeren Lebens- abschnitten relevant werdender degenerativer Ver{nderungen unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Das vorliegen- de Buch behandelt sozialmedizinische Gesichtspunkte ebenso wie g{ngige Verfahren der Balneologie, der Physikalischen Medizinsowie der Sporttherapie und Psychologie. Dabei wer- den die Chancen einer aktiven Kur, welche vor allem auf das Gesundheitsverhalten und die Motivation der Patienten ab- zielt, besonders herausgestellt. Eine breite Darstellung findet die Sport- und Bewegungstherapie. Schwerpunktm{~ig wendet sich der Band an die mit der Kur befa~te [rzteschaft, an physikalische Therapeuten. Krankengymnasten und Sportthe- rapeuten, aber auch an die Sozialversicherungstr{ger und an die f}r die Durchf}hrung von Kuren verantwortlichen Verwal- tungen und Institutionen. Inhaltsverzeichnis 1 Historische Aspekte der Balneologie und Kurortmedizin.- Literatur.- 2 Sozialmedizinische Bedeutung der Kurmedizin und ihre Rolle im heutigen Gesundheitswesen.- 2.1 Grundsätzliche Aspekte einer Kurortbehandlung.- 2.2 Wirkungen einer orthopädisch-rheumatologischen Kurortbehandlung.- 2.3 Stellenwert der Kurmedizin in der medizinischenGesamtversorgung.- 2.4 Wichtige sozialmedizinische und volkswirtschaftliche Aspekte von Erkrankungen des Bewegungsapparates.- 2.5 Orthopädisch-rheumatologische Kurmedizin im Rahmen der Prävention und Rehabilitation.- 2.6 Kuren und Heilverfahren aus der Sicht der Sozialleistungsträger.- Literatur.- 3 Diagnostische und therapeutische Verfahren unter kurmedizinischen Bedingungen in der Orthopädie und Rheumatologie.- 3.1 Diagnostik Möglichkeiten und Grenzen.- 3.2 Pharmakotherapie Möglichkeiten und Grenzen im Rahmen einer Kurortbehandlung.- 3.3 Balneophysikalische Therapie Methoden und allgemeine Wirkprinzipien.- Literatur.- 4 Aktive Bewegungstherapie und Sport.- 4.1 Rückblick, Gegenwart und Perspektiven.- 4.2 Krankengymnast und Sporttherapeut.- 4.3 Gesundheitsfördernde Trainingsergebnisse als Folge der morphologischen und zellulären metabolischen Adaptation.- 4.4 Die motorischen Hauptbeanspruchungsformen.- 4.5 Zivilisationsbedingte Morbidität.- 4.6 Sport bei orthopädischen Leiden.- 4.7 Sport bei nichtorthopädischen Leiden.- 4.8 Die bewegungsaktive Kur.- 4.9 Welche Bewegungsaktivität, welche Sportart ist therapeutisch geeignet?.- Literatur.- 5 Psychologie in der orthopädisch-rheumatologischen Kurklinik.- 5.1 Orthopädie und Psychosomatik.- 5.2 Gesundheitserziehung.- 5.3 Entspannungstherapie ein wichtiger Baustein.- 5.4 Psychotherapie in der orthopädischen Kurklinik.- Literatur.- 6 Kurerfolg und Kurnachsorge.-Literatur.- 7 Kurtherapeutische Schwerpunkte bei nichtentzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen.- 7.1 Rückenschmerzen infolge einer pathologischen Haltung.- 7.2 Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule.- 7.3 Spondylosis hyperostotica als Sonderform.- 7.4 Intervertebrale Diskopathien.- 7.5 Spondylolysen und Spondylolisthesen.- 7.6 Osteoporose.- Literatur.- 8 Kurtherapeutische Schwerpunkte bei nichtentzündlichen Arthropathien.- 8.1 Stumme und aktivierte Verlaufsformen der Arthrose.- 8.2 Koxarthrosen, Gonarthrosen.- 8.3 Femurkopfnekrosen.- 8.4 Zustand nach Gelenkersatzoperationen.- 8.5 Fingerpolyarthrosen.- 8.6 Schmerzsyndrome der Schulter.- 8.7 Präarthrotische Deformitäten, Gelenkinstabilitäten, Gelenkbinnenschäden.- 8.8 Folgezustände nach Poliomyelitis.- Literatur.- 9 Kurtherapeutische Schwerpunkte bei der Behandlung des extraartikulären Rheumatismus.- 9.1 Erkrankungen der Muskulatur (Myosen, Tendomyosen).- 9.2 Lokalisierte und generalisierte Periarthropathien .- 9.3 Erkrankungen der Sehnen, Sehnenscheiden und Bänder.- Literatur.- 10 Kurtherapeutische Schwerpunkte wichtiger entzündlicher Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen.- 10.1 Chronische Polyarthritis und ihre verschiedenen Stadien.- 10.2 Arthritis psoriatica.- 10.3 Seronegative Arthritiden Beispiel: Morbus Reiter.- 10.4 Akute rezidivierende und chronische Gichtarthritis.- 10.5 Morbus Bechterew und andere seronegative Spondylitiden.- Literatur.- 11 Therapieleitlinien zur Kurortbehandlung sogenannter pararheumatischer Erkrankungen.- 11.1 Polymyalgia rheumatica.- 11.2 Morbus Raynaud.- Literatur.- 12 Kollagenosen Allgemeines zu den Möglichkeiten und Grenzen einer Therapie durch Kurverordnungen.- 12.1 Lupus erythematodes.- 12.2 Sklerodermie.- 12.3 Poly- und Dermatomyositis.- Literatur.- 13Probleme der Multimorbidität bei orthopädisch- rheumatologischen Kurpatienten.- 13.1 Diagnostik und differentialdiagnostische Maßnahmen und deren Angemessenheit im Rahmen eines stationären Heilverfahrens.- 13.2 Therapieausschlüsse und Behandlungsrisiken bei aktiven, belastenden Kurmaßnahmen.- 13.3 Therapiepräferenzen.- Literatur.- 14 Anschlußheilbehandlung (AHB-Verfahren).- 14.1 Organisatorische Gesichtspunkte.- 14.2 Anschlußheilbehandlungsverfahren in der Orthopädie.- Literatur.- 15 Differentialdiagnostische Leitsymptome und Befunde in der kurklinischen Behandlung von Patienten mit orthopädisch-rheumatischen Beschwerden.- 15.1 Zur Differentialdiagnose von Schmerzzuständen der großen Extremitätengelenke.- 15.2 Zur Differentialdiagnose von Schmerzzuständen im Bereich der Wirbelsäule.- Literatur.
Kinder und Jugendliche können die Opfer und Symptomenträger dysfunktionaler und pathogener Familienstrukturen werden. Hier besteht ein enger Zusammenhang zu pathogenen Substrukturen und Strukturen auf gesellschaftlicher Ebene. Kinderfeindliches Verhalten ist das Ergebnis psycho-toxisch wirksamer und symbiotisch existierender krankhafter gesellschaftlicher und familiärer Strukturen. In der Schule und im Schulsport insbesondere eröffnen sich Chancen in der Frühwahrnehmung von Folgen psycho-sozialer Konflikte, welche Kinder einengen, niederdrücken und zu bizarrem Verhalten und Handlungen veranlassen. Lehrerinnen und Lehrer können gestörte Elternhäuser nicht ersetzen. Sie sind aber in der Lage, den Kindern das Leben in widrigen Umständen zu erleichtern. Die Schule ist Teil eines Netzwerkes zur Förderung und zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Dieses kann nur gelingen, wenn Wahrnehmungskompetenz und Kommunikationsstärke eine Priorität im pädagogischen Selbstverständnis erfahren. Wahrnehmung ist als personaler und sozialer Akt lernbar, trainierbar und stets kritisch zu überprüfen. Eine anhaltende oberflächliche und/ oder verzerrte Wahrnehmung durch Autoritätspersonen kann für die Kinder und Jugendlichen eine ständige Entwertung bedeuten. Ihr Selbstbild bleibt minderwertig und ihre Teilhabe an einem freudvollen und humanen Leben wird blockiert.
Der Lebensraum Schule wird von der Bevölkerung, insbesondere von Eltern schulpflichtiger Kinder, oft als sicherer Ort für Kinder und Jugendliche wahrgenommen. Dies liegt unter anderem an dem umfassenden Versicherungsschutz gegen Unfälle und Verletzungen, der gesetzlich festgelegt ist. Allerdings zeigt die Schulpraxis, dass der Aufenthalt in Schulen nicht sicherer ist als auf öffentlichen Plätzen. Besondere Gefahrenquellen sind der Schulweg, Bushaltestellen, Schulsport und spezifische Risiken bei besonderen Veranstaltungen wie Schullandheimaufenthalten oder Wanderungen. Auch das Thema Gewalt an Schulen, einschließlich impulsivem Verhalten, Nötigung, Erpressung, tätlichen Übergriffen, Ausgrenzung und Mobbing, gewinnt an Bedeutung. In verschiedenen Wachstumsphasen sind Kinder und Jugendliche unterschiedlich anfällig für Verletzungen und Überlastungen, insbesondere beim Sport. Zudem weisen Schulgebäude, sanitäre Einrichtungen, Sportstätten und Schulhöfe oft erhebliche bauliche Mängel auf, die dokumentiert sind, jedoch nicht ausreichend behoben werden können, da öffentliche Mittel fehlen. Neben den Ursachen und Symptomen von Verletzungen werden auch präventive Maßnahmen betont, um die Sicherheit im schulischen Lebensraum zu erhöhen.