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Die Befragung als Kommunikationssituation

Zur Reaktivität im Forschungsinterview

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In diesem Kapitel werden die Funktionen nonverbaler Kommunikation im Kontext von Interviews untersucht. Die Bedeutung dieser Kommunikation für die Eindrucksbildung zeigt, dass die empirische Forschung nonverbale Indikatoren erfassen muss. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass nonverbale Verhaltensweisen nicht isoliert betrachtet werden können; sie sind eng mit der verbalen Kommunikation verknüpft und beziehen sich auf sie. Auch die daraus resultierenden Inferenzen sind verbalisierbar. Nur unter dieser Bedingung ist es sinnvoll, in einer Reaktivitätsbefragung die Eindrucksbildung nachzuvollziehen, anstatt sich auf bloße Beobachtungen zu stützen. Daher lehnt KNAPP (1986: 233) die Auffassung ab, nonverbale Verhaltensweisen als eigenständiges Kommunikationssystem zu betrachten. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Konzeptualisierung des Interviews als soziale Situation. Der Mensch muss sich situativ verhalten, auch wenn er sich personal verhalten möchte. Gleichzeitig wird die Situation durch die persönliche Wahrnehmung umgestaltet, sodass Handlung und Situation sich gegenseitig beeinflussen. Die Situation bestimmt zwar das Verhalten, doch ist auch das Verhalten Teil der Situation. Verhalten äußert sich nicht nur innerhalb sozialer Situationen, sondern trägt auch zur Konstitution dieser Situationen bei.

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Die Befragung als Kommunikationssituation, Armin Scholl

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1993
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(In brossura)
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