Der Band untersucht die Darstellung und Verwendung historischer Gesellschafts- und Herrschaftsformen wie Republik, Monarchie, Nation und Demokratie in digitalen Spielen. Viele Spiele nutzen solche Konzepte zur Erzeugung von Historizität und greifen dabei oft auf populäre Stereotypen zurück, was in den letzten Jahren zu Diskussionen und Kontroversen in den Geisteswissenschaften und der Öffentlichkeit geführt hat. Die Konzepte von Geschichte und deren Anwendung im Bereich der digitalen Spiele bewegen sich zwischen wissenschaftlichen Grundlagen, der Übersetzung für die breite Öffentlichkeit und wirtschaftlicher Verwertbarkeit. Zudem stehen die historischen und kulturellen Bezüge häufig im Spannungsfeld von Geschichtskonstruktion, virtueller Welterschaffung, Narrativen, Spielmechaniken und den Ansprüchen der Konsument*innen. Die Beiträge des Bandes analysieren die Rolle und Bedeutung historischer Konzepte in ausgewählten digitalen Spielen, deren Beitrag zur Konstruktion einer historischen, virtuellen Realität sowie deren Einfluss auf die Spielmechanik und Vermarktung. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich von der Antike bis zur Gegenwart, was diachrone Vergleiche ermöglicht.
Regina Thumser-Wöhs Libri




Außerordentliches
Festschrift für Albert Lichtblau
Außerordentliches ist der Versuch, Aspekte der Persönlichkeit und der in vielen Bereichen wegweisenden Arbeit von Albert Lichtblau zu fassen. Der Historiker und Universitätsprofessor prägte Generationen im Verständnis von Erinnerung, wobei seine Konzentration auf innovativen Methoden wie Oral und Video History lag. Weltweit öffneten sich Menschen seinem besonderen Gesprächsstil und trugen dazu bei, Geschichte auf einer neuen Ebene fühlbar zu machen. Essays und wissenschaftliche Beiträge zu beruflichen Schwerpunkten, seiner Leidenschaft, Studierende auf Exkursionen direkt mit dem Forschungsumfeld zu konfrontieren, und Persönliches zum Menschen Albert Lichtblau formen diesen Band, zu dem Familienmitgleider sowie freundschaftliche und berufliche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter beitrugen.
"… zauberlacht Unlust in blaue Heiterkeit"
Sucht und Kunst im 19. und frühen 20. Jahrhundert
- 590pagine
- 21 ore di lettura
Drogenkonsum und Kunst scheinen seit jeher in einem engen Verhältnis zueinander zu stehen. Schon um die Jahrhundertwende entwickelte sich die Drogensucht zu einem sich großflächig und rasch ausbreitenden Phänomen, das besonders auf die Künstlerszene großen Einfluss hatte. Kunstschaffende wie Klaus Mann, Walter Benjamin oder Annemarie Schwarzenbach konsumierten etwa regelmäßig bewusstseinserweiternde Substanzen. Aber wie ist dieses Verhältnis zu erklären? Benötigten diese KünstlerInnen Drogen, um erfolgreich schaffen zu können? Oder war die Drogensucht vielmehr eine Reaktion auf berufliche An- und Überforderungen? Diesen und weiteren Fragen geht Regina Thumser-Wöhs nach und widmet sich neben den historischen Entwicklungen rund um das Thema Drogensucht speziell den Biografien und Netzwerken süchtiger Künstlerinnen und Künstler. Zudem findet eine ganze Reihe von Werken, die unter Drogeneinfluss entstanden sind, Eingang in die Publikation.