Brandenburg im 15. Jahrhundert: Die Brüder Dietrich und Johann von Quitzow herrschen über weite Landstriche der Mark. Das Leben der Brüder gleicht einem Historienroman: Dem rasanten Aufstieg zum mächtigsten Geschlecht in der Mark Brandenburg folgt ein tiefer Fall. Geblieben ist das schaurige Bild der Brüder als Menschenschinder und Raubritter. Aber stimmt das? Uwe Michas, Archäologe und Mittelalterexperte, folgt den historischen Spuren der Quitzows und erzählt ihre Geschichte neu.
Seit fast 12000 Jahren leben Menschen in Brandenburg. Sie alle haben hier ihre Spuren hinterlassen. Einige davon, wie die Slawenwälle, sind jüngeren Datums und fallen sogar dem ungeübten Betrachter ins Auge. Andere, wie der meso-lithische Fundplatz von Friesack, liegen unter meterdicken Erdschichten verborgen, und nur der Zufall lässt uns darauf stoßen, bevor die jahrelange Arbeit der Archäologen sie ans Tageslicht bringt. Durch die rege Bautätigkeit seit den 1990er Jahren hat sich der Blick in die Vergangenheit vertieft und geweitet. Neben die bekannten Fundplätze wie Eberswalde oder Seddin sind zahlreiche neue getreten. Viele von ihnen wurden museal aufbereitet und touristisch erschlossen, so-dass eine Reise in die lange Geschichte Brandenburgs an vie-len Orten jederzeit möglich und lohnenswert ist. Inhalt: DIE BRANDENBURGER LANDESARCHÄOLOGIE Zukunft für Vergangenheit Franz Schopper/Thomas Kersting STEINZEITJÄGER IM HAVELLAND Bernhard Gramsch Altes und Neues DER HORTFUND VON EBERSWALDE Manfred Nawroth NEUES ZUR SLAWISCHEN FRÜHGESCHICHTE BRANDENBURGS Felix Biermann Auf den Spuren des Dreißigjährigen Krieges DAS MASSENGRAB AUF DEM SCHLACHTFELD VON WITTSTOCK Antje Zeiger DER BERLINER UNTERGRUND Archäologie in der deutschen Hauptstadt Uwe Michas »Die Russen lagen im Wald« WALDLAGER DER ROTEN ARMEE Thomas Kersting STADTWÜSTUNG FREYENSTEIN – ein brandenburgisches Pompeji? Thomas Schenk
Zur Frühgeschichte | Schlösser und Herrenhäuser Die Eroberung Nordbrandenburgs | Im Dreißigjährigen Krieg Tabakanbau | Mittelalterliche Dorfkirchen u.v.m.
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Die Mark Brandenburg Heft Nr. 109 Die Uckermark Die Uckermark verdankt ihren Namen der Ucker, einem kleinen Fluss, der südlich von Prenzlau entspringt, durch die Uckerseen fließend nach ca. 50 Kilometern die Grenze zu Vorpommern erreicht und dort als Uecker in Ueckermünde das Stettiner Haff erreicht. Der andere Teil des Namens ist politisch-geographischen Ursprungs und bezieht sich auf die Tatsache, dass die Uckermark im Mittelalter lange Grenz-land (»Mark«) gegen die Slawen war. Seit Mitte des 13. Jahr-hunderts gehört die Uckermark zu Brandenburg. Sie er-streckt sich an einigen Stellen über die Grenzen des heutigen gleichnamigen Landkreises hinaus in die Landkreise Barnim und Oberhavel, die Stadt Strasburg (Uckermark) gehört zu Mecklenburg-Vorpommern. In all ihren Teilen ist die Ucker-mark ein landschaftliches Juwel, das sich am besten durch eine historische Entdeckungsreise erkunden läßt. Inhalt: Die ur- und frühgeschichtliche Besiedlung der Uckermark Matthias Schulz Die Eroberung Nordbrandenburgs Uwe Michas Die Uckermark im Dreißigjährigen Krieg Jürgen Theil Die Uckermark vom Dreißigjährigen Krieg bis zur Kapitulation 1945 Kerrin Gräfin von Schwerin Mittelalterliche Dorfkirchen in der Uckermark Bernd Janowski Schlösser und Herrenhäuser in der Uckermark Sibylle Badstübner-Gröger Weit verzweigt in der Uckermark - die Arnims Edgar Meyer-Karutz Tabak - das Gold der Uckermark Edgar Meyer-Karutz ISBN 978-3-910134-84-3
Marcel Piethe: Eine Zeitschrift für die Mark (Einleitung mit relativen Superlativen)§Konrad H. Roenne: Der Berliner Ring§Alexander Vogel: Die ersten Filmstudios§Jan von Flocken: Akademie der Wissenschaften§Christian Filips: Berliner Singakademie§Uwe Michas: Archäologische Superlative (Königsgrab Seddin, ältestes Grab und§Fischernetz, Goldschatz Eberswalde, Runenlanze Dahnsdorf)§Edgar Meyer-Karutz: Der verbotene Staat§Constanze Schröder: Märkische Pionierleistungen (Otto Lilienthal, Funkerberg Strausberg ...)§Konrad H. Roenne: Wasserreichstes Bundesland§Edgar Meyer-Karutz: Einzigartige Objekte (Kaserne Strausberg, Uhrenturm Wittenberge, Schiffshebewerk Niederfinow, Moschee Wünsdorf/Berlin, Pyramiden)§Jan von Flocken: 1945 (Seelow und Halbe)
Auch wenn davon heute nur noch einzelne Weinberge und -keller zeugen, hat der Weinanbau in der Mark eine lange Tradition und war im Mittelalter ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Spätestens nach dem Dreißigjährigen Krieg begannen Branntwein und Bier ihren bis heute anhaltenden Siegeszug und eroberten die Kehlen der Verbraucher. Selbst die zunehmende Monopolisierung der Bierproduktion konnte der Unverwechselbarkeit der märkischen Bierspezialitäten nichts anhaben. Das Heft unternimmt einen Streifzug durch die märkische Geschichte der wohl ältesten Getränke der Menschheit, ohne die Kultur kaum denkbar ist.