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Sonja Matter

    Sozialalmanach 2010. Das Caritas-Jahrbuch zur sozialen Lage der Schweiz
    Das sexuelle Schutzalter
    Fürsorge und Selbstermächtigung
    • Das sexuelle Schutzalter

      Gewalt, Begehren und das Ende der Kindheit (1950–1990)

      • 416pagine
      • 15 ore di lettura

      Wann endet das sexuelle Schutzalter? Bis zu welchem Alter sollen Kinder vor sexuellen Handlungen Erwachsener geschützt werden? Diese höchst umstrittenen Fragen avancierten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehrfach zum Politikum. Die Geschichte des sexuellen Schutzalters zeichnet Sonja Matter anhand österreichischer Strafprozesse wie auch nationaler und internationaler Gesetzesreformen und Kinderrechtsdebatten nach. Die sexuellen Rechte der Kinder standen meist nicht im Mittelpunkt, vielmehr dominierten die Interessen und Gesellschaftsvisionen der Erwachsenen. Nach der nationalsozialistischen Herrschaft galt der Kampf gegen sexuelle Gewalt an Kindern als Möglichkeit, eine »sittliche« Gesellschaft herzustellen. Im Zuge einer sexuellen Liberalisierung stand dagegen das Interesse im Zentrum, die Sexualität von Kindern zu »befreien«, um eine liberalere Gesellschaft zu verwirklichen. Erst die autonome Frauenbewegung der 1980er Jahre verknüpfte die Problematik der sexuellen Gewalt an Kindern dezidiert mit einer Herrschaftskritik. Die Auseinandersetzungen waren von der Frage begleitet, wann Kindheit endet und in welchem Verhältnis Gewalt und Begehren stehen

      Das sexuelle Schutzalter
    • Sozialalmanach 2010. Das Caritas-Jahrbuch zur sozialen Lage der Schweiz

      Schwerpunkt: Armut verhindern. Trends, Analysen, Zahlen

      • 224pagine
      • 8 ore di lettura

      2010 ist das Europäische Jahr zur Bekämpfung der Armut, das den Fokus auf die Umsetzung von Strategien zur spürbaren Verminderung von Armut legt. Der Sozialalmanach 2010 von Caritas thematisiert im schweizerischen Kontext die Frage, wie Armut verhindert werden kann. Die weltweite Rezession 2009 stellt einen markanten Einschnitt dar, da sie sich in ihrem Ausmaß und ihren Auswirkungen von früheren Krisen unterscheidet. Carlo Knöpfel hebt in seinem Bericht über die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in der Schweiz hervor, dass die Krise den globalen Strukturwandel hin zu einem Service- und Kommunikationsnetzwerk beschleunigt und die sozialen Folgen erst bevorstehen. Es ist dringend notwendig, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um den sozialen Zusammenhalt zu wahren. Der Schwerpunktteil über die Verhinderung von Armut bietet einen Überblick über die Armutssituation in Europa und der Schweiz, wobei auch Betroffene zu Wort kommen. Im Mittelpunkt stehen Handlungsoptionen, da die Schweiz noch keine effektive Strategie entwickelt hat. Die Diskussion über Missbrauch zeigt, dass oft die Bekämpfung der Armen über der Bekämpfung der Armut steht. Die beste Politik ist die Vermeidung von Armut, und die Beiträge befassen sich mit Themen wie Prävention, Bildung, Berufseinstieg, Langzeitarbeitslosigkeit und Armut im Alter.

      Sozialalmanach 2010. Das Caritas-Jahrbuch zur sozialen Lage der Schweiz