10 Minuten Soziologie: Verantwortung
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Ein Leitfaden
Der Begriff der Nachhaltigkeit verliert zunehmend an Kontur. Vor diesem Hintergrund gibt dieser Leitfaden die Möglichkeit, das jeweils verwendete Verständnis von Nachhaltigkeit in Forschung und Wissenschaft zu reflektieren und damit den konkreten Beitrag zu Nachhaltigkeit, aber auch die verbundenen Grenzen konkret festzustellen. Ausgehend von einem analytischen Nachhaltigkeitsverständnis und der Klärung der Grundstruktur praktischer Dilemmata benennt der Leitfaden typische Konflikte als Ursache von Dilemmata. Meta-Kriterien der Nachhaltigkeit erlauben, Dilemmata-Früherkennung, -Aufklärung und -Bearbeitung zu unterstützen. Diese werden abschließend mittels Reflexionsleitfaden für die Anwendung in konkreten Projektkontexten operationalisiert.
Dieser Band trägt zu einer reflexiven Perspektive auf die Wirkung von Wissenschaft und Forschung für Nachhaltigkeit und entsprechenden Dilemmata bei. Die Beiträge entwickeln reflexive Perspektiven, was als ein Nachhaltigkeitsdilemma gelten kann, auf welche weiteren Formen von Widersprüchen Nachhaltigkeitsforschung trifft und wie mit ihnen umgegangen werden kann. Empirische Fallstudien aus Themenfeldern wie der Stadtplanung, dem Recht, der Bioökonomie, der Medizin, gehen konkreten Konflikten, Widersprüchen und Spannungsfeldern nach, die Dilemmapotenziale bergen. Schließlich werden Herausforderungen für Wissenschaft und Forschung diskutiert, wie sie sich in Theoriearbeit, Forschungspraxis und Forschungsförderung stellen. Mit Beiträgen von Sophie Berg | Matthias Bergmann | Markus P. Beham | Claudia Bozzaro | Holli Gruber | Saskia Grüßel | Armin Grunwald | Gerhard de Haan | Anna Henkel | Jana Holz | Thomas Jahn | Nicole C. Karafyllis | Philip Koch | Sarah Kessler | Dominik Koesling | Henrike Rau | Dimitri Mader | Ann-Kristin Müller | Georg Müller-Christ | Stephan Lorenz | Laura Scheler | Bernd Siebenhüner | Mandy Singer-Brodowski | Karsten Speck | Stefan Staehle | Sebastian Suttner | Jörn Zitta | Daniel-Pascal Zorn.
„Womit beschäftigen sich Soziologinnen und Soziologen besonders gern, sozusagen mit viel Liebe? Wen oder was liebt die Soziologie - oder auch: Wer oder was liebt die Soziologie? Oder, ganz schlicht: Was versteht die Soziologie unter Liebe? Mit etwas grammatikalischer Phantasie lässt sich das Ganze auch als Liebe zur Soziologie lesen.“ (Günter Burkart) So vielfältig, fundiert und reflexiv, so gründlich, ernsthaft und liebevoll das Werk von Günter Burkart, so sind es auch die Beiträge dieses Bandes, die auf sein Stichwort „die Liebe der Soziologie“ hin entstanden sind.