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Barbara Zoeke

    Anleitung für Simulanten
    Die Stunde der Spezialisten
    • Deutschland 1940: Max Koenig, Professor für Altertumsforschung, wird durch ein vererbtes Nervenleiden aus seinem Leben gerissen und in die Wittenauer Heilstätten gebracht. Dort trifft er Schwester Rosemarie, die ihm und anderen Patienten hilft. Trotz seiner Erkrankung wird Koenig zum Mittelpunkt einer kleinen Gruppe, zu der der Studienrat Dr. Carl Hohein, die junge Pianistin Elfie und der Junge Oscar mit Trisomie 21 gehören. Ihr Alltag ist geprägt von mangelhaften Essensrationen und rassenhygienischen Kommentaren der medizinischen „Spezialisten“, doch sie finden Trost in gegenseitiger Unterstützung und kleinen Freuden, wie den Besuchen von Koenigs Familie. Sie träumen von einer Wiedervereinigung in Italien nach dem Krieg. Doch die Situation eskaliert, als Koenig und Oscar verlegt werden. Dr. Friedel Lerbe, ein Arzt und SS-Mann, führt das NS-„Euthanasie“-Programm mit bürokratischer Präzision. Unterstützt von einem Stab aus „Pflegenden“ und Technikern, kontrolliert er jeden Schritt des Tötungsprozesses. Barbara Zoeke schildert die Geschehnisse aus verschiedenen Perspektiven, empathisch und erschütternd klar, und gibt den Opfern, Angehörigen und Tätern eine literarische Stimme.

      Die Stunde der Spezialisten
      4,1
    • Anleitung für Simulanten

      Reiseführer ins Schummelland

      • 191pagine
      • 7 ore di lettura

      Haben Sie noch nie simuliert? Vielleicht stört Sie der Begriff – haben Sie schon einmal die Wahrheit „ausgeschmückt“ oder Unerfreuliches charmant verborgen? Die Verhaltensmuster des Täuschens sind uralt und finden sich auch in der Tierwelt. Tiere wie Weichtiere, Insekten, Fische und Vögel nutzen Finten, um Feinde abzuwehren oder Konkurrenten zu überlisten. Der Mensch übertrifft jedoch dank seines hoch entwickelten Gehirns diese tierischen Vorfahren, wie die Autoren anhand prominenter Fallbeispiele unterhaltsam darlegen. In einem speziellen Abschnitt wird das Simulieren in der ärztlichen Sprechstunde humorvoll als „Gebrauchsanweisung“ für Simulanten präsentiert, mit praktischen Tipps für diverse Zipperlein. Diese ironische Betrachtungsweise beleuchtet das moralische Dilemma, dem Mediziner und andere Fachleute gegenüberstehen, wenn sie entscheiden müssen, ob das Vortäuschen einer Störung angesichts skandalöser Arbeitsbedingungen oder belastender Lebensanforderungen manchmal gerechtfertigt ist. Die „Anleitung für Simulanten“ richtet sich an Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Schüler, Lehrer, Mediziner, Patienten sowie Hochstapler und Tiefstapler und zeigt, wie stark wir alle in eine Kultur der Täuschung verstrickt sind.

      Anleitung für Simulanten