»Elegie«, ein großer Trauergesang, zählt zu den wichtigsten amerikanischen Gedichtbänden im letzten Jahrzehnt - hier erscheint er erstmals auf Deutsch. Mary Jo Bang spricht in den Gedichten des Zyklus »Elegie« von der Erfahrung eines unerträglichen Verlusts: dem Tod ihres Sohnes. In Etappen durchleben wir als Leser den Trauerprozess, immer wieder kehren wir zu zwei verstörenden Themen zurück: zur sich im Trauern immer neu verzerrenden Wahrnehmung von Zeit und zur Erkenntnis, dass auch die Elegie eine Art von Vorstellung ist, in dem sich die Person im Schmerz aufspaltet und Inneres und Äußeres anscheinend unterschiedlichen Regieanweisungen folgen. Aus dem imaginierten Gespräch mit dem Abwesenden, der Selbstanklage, dem nagenden Gefühl von Schuld, dem Dauergefühl des Ungenügens angesichts des Geschehenen, entwickelt sich auch ein Dialog zwischen der Form der Gedichte und der Trauer. Die Gedichte berichten nicht - sie sind Erfahrung. KEHREN WIR ZURÜCK Zum Anfang, dem Morgenanbruch, der Geburt all dessen, was du sein würdest. Die kalte Hand des Januars lehrte die Uhr, die Zeit zu lesen. Und jetzt ist Juli, Halbjahres- Tag, der für nichts steht als die Harke, die wieder die Meute wilder Hunde in den Käfig schiebt.
Mary Jo Bang Ordine dei libri (cronologico)
Mary Jo Bang è una poetessa americana la cui opera si addentra nei registri più profondi dell'esistenza umana. Conferisce alle sue poesie un distintivo mix di umorismo, immediatezza e indirettezza, indagando la condizione esistenziale. La sua esplorazione della vita vissuta affronta temi di profonda angoscia e la ricerca di significato, assemblando spesso un simposio di figure provenienti da tutta la cultura per confrontarsi con questi problemi. La voce e l'approccio unici di Bang creano un'esperienza letteraria avvincente e stimolante per il lettore.
